Leistungsstark: 6 Alternativen zum VW Bulli
Der VW Bulli ist Kult, aber teuer. Lohnt sich der Mythos noch? Wir stellen 6 starke Alternativen für Familien vor – von edel bis preiswert!

Hand aufs Herz: Der VW Bulli ist Kult. Ob als Multivan für die Familie oder als California für das ultimative Vanlife-Gefühl – er ist die unangefochtene Ikone unter den Kleinbussen.
Doch sind wir mal ehrlich: Rechtfertigen Nostalgie und ein legendäres Image astronomische Preise? Die Automobilwelt hat sich weitergedreht und die Konkurrenz schläft nicht.
Wer die rosarote Nostalgie-Brille absetzt, merkt schnell: Andere Hersteller haben auch schöne – und vor allem praktische, moderne oder auch deutlich günstigere – Alternativen. Hier sind sechs starke Alternativen für Familien …
1. Mercedes-Benz V-Klasse / EQV
Wer den Premium-Anspruch des Bullis sucht oder ihn sogar übertreffen möchte, landet unweigerlich bei der Mercedes V-Klasse oder dem vollelektrischen Zwilling EQV. Die Stuttgarter punkten mit exzellentem Fahrkomfort, edlen Materialien im Innenraum und dem hochentwickelten MBUX-Infotainmentsystem.

Besonders als Reise- oder Business-Shuttle setzt die V-Klasse Massstäbe in Sachen Prestige und Langstreckentauglichkeit.
- Highlights: Extrem hochwertiges Interieur, erstklassiger Federungskomfort, als rein elektrische Version (EQV) mit grosser Batterie verfügbar.
- Lowlights: Sehr hoher Anschaffungspreis, teure Aufpreisliste, der EQV hat bei Autobahntempo eine überschaubare Reichweite.
- Preisspanne in der Schweiz: ca. CHF 65'000.– bis CHF 115'000.– (je nach Motorisierung, Ausstattung und ob Verbrenner oder Elektro).
2. Ford Tourneo Custom
Der Ford Tourneo Custom hat sich in den letzten Jahren optisch wie technisch extrem gemausert und teilt sich in der aktuellen Generation sogar die Plattform mit dem VW Transporter. Er bietet ein agiles, fast Pkw-ähnliches Fahrverhalten und punktet mit einem hochgradig flexiblen Sitzsystem, bei dem sich die Sitze im Fond flexibel verschieben oder vis-à-vis anordnen lassen.

Zudem ist er als Diesel, Plug-in-Hybrid und als vollelektrischer E-Tourneo erhältlich.
- Highlights: Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, sehr dynamisches Fahrverhalten, clevere Sitzkonfigurationen im Fond.
- Lowlights: Materialauswahl im Cockpit teilweise etwas plastiklastig, hoher Wertverlust im Vergleich zum Bulli.
- Preisspanne in der Schweiz: ca. CHF 48'000.– bis CHF 80'000.– (von der Basis-Dieselvariante bis zum vollausgestatteten Active/Titanium).
3. Hyundai Staria
Der Hyundai Staria wirkt auf den ersten Blick wie ein Raumschiff auf Rädern und zieht garantiert alle Blicke auf sich. Abseits des futuristischen Designs bietet der Koreaner gigantische Platzverhältnisse und in der Top-Ausstattung «Premium» echte First-Class-Relax-Sitze mit Liegefunktion in der zweiten Reihe.

Technisch setzt Hyundai mittlerweile stark auf effiziente Hybrid-Antriebe, was ihn für urbane Räume und Langstrecken gleichermassen attraktiv macht.
- Highlights: Unverwechselbares, futuristisches Design, enormes Raumgefühl dank tiefer Fensterlinie, luxuriöse Liegesitze in den Top-Versionen.
- Lowlights: Sitze im Fond lassen sich nicht komplett ausbauen (schränkt die Nutzung als Transporter ein), sehr sperrige Abmessungen beim Parken.
- Preisspanne in der Schweiz: ca. CHF 40'000.– bis CHF 65'000.– (sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis inklusive langer Garantie).
4. Toyota Proace Verso
Der Toyota Proace Verso entstammt einer Kooperation mit dem Stellantis-Konzern (baugleich mit Peugeot Traveller und Citroën Spacetourer) und ist ein absoluter Pragmatiker. Er verzichtet auf unnötigen Luxus-Schnickschnack und konzentriert sich auf das Wesentliche: maximalen Nutzwert, Zuverlässigkeit und bis zu neun Sitzplätze.

Toyota bietet den Proace sowohl mit bewährten Dieselmotoren als auch mit einem rein elektrischen Antrieb an.
- Highlights: Äusserst robust und langlebig, unkomplizierte Bedienung, Toyota-typisch exzellente Garantieleistungen (Relax-Garantie).
- Lowlights: Infotainment und Assistenzsysteme wirken etwas angestaubt, spürbares Nutzfahrzeug-Flair im Innenraum.
- Preisspanne in der Schweiz: ca. CHF 42'000.– bis CHF 68'000.– (je nach Länge und Antriebsart).
5. Renault Trafic Passenger
Der Renault Trafic Passenger ist der Geheimtipp für Grossfamilien und Vereine, die aufs Budget achten müssen. Er bietet kubischen, kompromisslosen Raum ohne Design-Experimente.

In den höheren Ausstattungslinien bietet er mittlerweile guten Komfort und moderne Konnektivität, bleibt im Herzen jedoch ein ehrliches Arbeitstier mit extrem viel Stauraum und sparsamen dCi-Dieselmotoren.
- Highlights: Sehr attraktiver Einstiegspreis, riesiges Ladevolumen, effiziente und durchzugsstarke Dieselmotoren.
- Lowlights: Höheres Geräuschniveau im Innenraum bei Autobahntempo, Fahrverhalten spürbar nutzfahrzeugartiger als beim VW Multivan.
- Preisspanne in der Schweiz: ca. CHF 38'000.– bis CHF 58'000.–.
6. Opel Zafira (e-Life)
Der traditionsreiche Name Zafira prangt mittlerweile an einem ausgewachsenen Grossraumvan (ebenfalls auf der Stellantis-Plattform). Opel positioniert den Zafira vor allem als komfortablen Familien- und Freizeitbegleiter.

Besonders als rein elektrische Version «Zafira e-Life» ist er eine lokal emissionsfreie Alternative für alle, die täglich im urbanen oder Agglomerationsbereich unterwegs sind und dabei viel Platz für Kinder und Gepäck benötigen.
- Highlights: Angenehmes Pkw-Fahrgefühl, gute Sicherheitsausstattung, wahlweise in zwei verschiedenen Fahrzeuglängen erhältlich.
- Lowlights: Die rein elektrische Variante hat eine überschaubare reale Reichweite bei voller Beladung, Ladegeschwindigkeit an Schnellladern nur Durchschnitt.
- Preisspanne in der Schweiz: ca. CHF 45'000.– bis CHF 72'000.–.











