Renault

    E-Megane: Kann Renault von den Zoe-Erfahrungen profitieren?

    Der Zoe war 2013 Vorreiter in Sachen E-Mobilität. 2022 kommt nun das zweite E-Auto von Renault, der Megane E-Tech Electric. Was er kann, testet Cyndie Allemann.

    Cyndie Allemann testet den Renault Megane E-Tech Electric

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit rund 1.7 Tonnen gehört der E-Megane zu den leichtesten Autos seiner Klasse.
    • Statt an der Achse hat der Renault den Motor in der Front wie ein klassischer Verbrenner.
    • Er ist ab 46'000 Franken erhältlich, unser Testwagen kostet 50'450 Franken.

    Fast ein Jahrzehnt liessen sich die Franzosen Zeit mit der Einführung ihres zweiten E-Autos.

    Renault Megane Electric
    Der Kompaktwagen sieht grösser aus, als er ist. Der Renault Megane Electric misst nur 4.2 Meter. - GO!

    In dieser Zeit entwickelte sich die Technik weiter und die Reichweite hat sich fast verdoppelt. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an den neuen E-Megane.

    Beim Renault Megane ist abspecken angesagt

    Eine Erkenntnis scheinen die Franzosen aus dem Zoe auf jeden Fall schon mal gezogen zu haben. Sie sagen dem Gewicht den Kampf an. Mit rund 1.7 Tonnen gehört er zu den Leichtgewichten seiner Klasse.

    «Es gibt Luxus E-Autos die gegen 3 Tonnen gehen. Wenn das so weitergeht, brauche ich bald das Lastwagen-Permis», sagt GO! Testerin Cyndie Allemann.

    Renault Megane Electric
    Mit 1.7 Tonnen ist der Megane ein Leichtgewicht in seiner Klasse. - GO!

    Damit zeigen die Franzosen, das man auch E-Autos leichter bauen kann. Sie erreichen das mit verschiedenen Ansätzen.

    Konstruiert wie ein klassischer Verbrenner

    So ist der Motor nicht wie bei andern Elektroautos an der Achse sondern wie beim klassischen Verbrenner positioniert.

    Die zentrale Motorposition benötigt weniger Kabel und spart so Gewicht. Und das merkt Cyndie auch beim Fahren.

    Renault Megane Electric
    Der Kompaktwagen ist agil, könnte aber eine präzisere Lenkung vertragen. - GO!

    «Man merkt sofort, dass der Schwerpunkt höher ist. Daher wankt es mehr in den Kurven. Aber mit dem tieferen Gewicht ist das Auto auch agiler.»

    Batterie mit 20 % höherer Energiedichte

    Insgesamt ist der ganze Motor leichter und auch bei der Batterie hat Renault Gewicht gespart. Dank einer neuen chemischen Zusammensetzung ist die Energiedichte 20 Prozent höher als beim Zoe.

    Enttäuscht ist die Moderatorin und Ex-Rennfahrerin über die Lenkung.

    «Je zügiger man aber fährt, desto besser ist die Lenkung. Aber bei langsamer Fahrt, passiert nicht viel. Das finde ich ein bisschen schade, weil Renault kann eigentlich gute Lenkungen.»

    Klein und trotzdem viel Platz

    Sparen statt protzen gilt nicht nur bei Gewicht, sondern auch bei der Grösse.

    Mit 4.20 Meter ist der Renault Megane E-Tech Electric kürzer als sein Konkurrent ID.3. Der Kofferraum fällt aber grösser aus.

    Renault Megane Electric
    Der E-Megane ist zwar kleiner als der ID.3 hat aber den grösseren Kofferraum. - GO!

    Von 0-80 Prozent geladen, ist der E-Megane in 42 Minuten.

    Den Megane E-Tech Electric gibt es ab 46'000 Franken. Unser Testauto kostet inkl. Wärmepumpe und diverser Fahrassistenten 50'450 Franken. Dafür bekommt man eine 60 kWh Batterie mit 160 kW Leistung.

    Laut Hersteller kommt der Megane Electric damit 450 Kilometer.

    Gesamtpaket überzeugt

    «Bei uns hat der Renault leider nie so viel angezeigt. Und das obschon die Temperatur im optimalen Bereich liegt.»

    «Ich denke mit diesem Auto sind so 350 -380 möglich. Natürlich je nach Fahrstil.» So die Einschätzung von Cyndie.

    Trotz Wissensvorsprung kann Renault nicht an der Konkurrenz vorbei ziehen.

    Das Gesamtpaket überzeugt zwar, brilliert gar an manchen Stellen. Die 10 Jahre Erfahrung konnte Renault im Megane aber noch nicht ganz ausspielen.

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