Der Rimac Nevera ist der neuste Stern am Himmel der Supersportler. Das vollelektronische Kraftpaket stammt aus der kroatischen Autoschmiede von Rimac Automobili
Elektroautobauer Rimac Elektroauto
Das Elektroauto Rimac Nevera von Rimac Automobili. - rimac automobili

Das Wichtigste in Kürze

  • Zweiter Supersportwagen der kroatischen Traumauto-Schmiede.
  • 1‘914PS und 2‘360Nm aus vier Elektromotoren für 412km/h Topspeed.
  • Benchmark bei Batterieleistung und (Renn-)Fahrerassistenzsystemen.
  • Porsche ist Anteilseigner von Rimac Automobili.

Das Unternehmen Rimac Automobili bringt ihren zweiten Wagen an den Start. Die junge kroatische Firma wird in Fachkreisen bereits geschätzt. Verständlich, denn der kraotische Supersportler lässt sich sehen.

Der vollelektronische Bolide sorgt schon jetzt für Gesprächsstoff. Nevera ist Kroatisch für einen unerwarteten und heftigen Sturm, der über das offene Meer an die Küste rast. Ein treffender Name für die neue Idee, denn allein mit ihren technischen Daten sorgt sie für Aufsehen.

Der Rimac Nevera bringt es auf 1‘914PS und 412km/h Höchstgeschwindigkeit

Rimac Nevera
Der Rimac Nevera entwickelt unglaubliche 1'914PS und 2360Nm - Rimac Automobili

Aus vier permanenterregten Motoren schöpft der Rimac Nevera 1‘914PS und 2'360Nm. Das Drehmoment dabei naturgemäss ab der ersten Umdrehung. Die Kroaten geben damit eine Beschleunigungszeit von 1,85 Sekunden auf 100km/h an. Der elektrische Vortrieb endet erst bei 412km/h.

Eine derartige Fabelzeit ist vor allem dank eines neuartigen Traktions- und Stabilitätsmanagements möglich. Denn der Nevera verzichtet auf ein herkömmliches ESP oder ASR. Stattdessen baut man auf Rimacs All-Wheel Torque Vectoring 2, kurz R-AWTV 2. Mit über 100 Berechnungen pro Sekunde wird jedem Rad für jede Situation das maximal übertragbare Drehmoment zugeteilt.

Fahrlehrer mit künstlicher Intelligenz auf Basis der NVIDIA Pegasus-Plattform

Rimac Nevera
Das Interieur ist nicht nur handwerklich perfekt, sondern auch technisch wegweisend - Rimac Automobili

Um derartige Urgewalt beherrschen zu können, gibt Rimac seinen Nevera-Kunden einen Fahrlehrer an die Hand. Doch damit ist nicht die persönliche Einweisung in Zagreb gemeint, sondern eines der technisch fortschrittlichsten Fahrerassistenzsysteme der Automobilbranche. Herzstück ist die NVIDIA Pegasus-Einheit, die zusammen mit Ultraschallsensoren, Kameras und Radarantennen die Position des Autos in Echtzeit erfassen kann. Auf einer Rennstrecke gibt das System dem Fahrer die Ideallinie im Display und Sprachanweisungen für Brems- und Einlenkpunkte vor.

Batterie mit 120kWh als integraler Bestandteil des Monocoques

Energie ziehen die vier Motoren derweil aus einer gigantischen 120kWh-Batterie. Sie ist struktureller Bestandteil des Carbon-Unterbaus des Rimac Nevera. Ihre maximale Leistungsabgabe wird mit 1,4 Millionen Watt, also 1,4MW angegeben. Besonders interessant ist das, weil sich entsprechende Ladeströme davon ableiten lassen.

Damit dürfte der Nevera wirklich ein beeindruckendes, vor allem aber gut nutzbarer Supersportwagen sein. Angaben zu seinem Preis gibt es allerdings noch nicht. Das wird die Kunden des auf 150 Stück limitierten Renners kaum stören.

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