Studie

Teddys sind schmutziger als Toiletten – Experten warnen vor Keimen

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Grossbritannien,

Eine britische Studie zeigt: Kuscheltiere und Decken enthalten oft mehr Bakterien als ein WC-Sitz. Besonders für Kinder kann das gefährlich werden.

Mädchen mit Kuscheltier, Bär
Für Kinder riskant: Kuscheltiere sind oft mit Bakterien und Schimmel belastet. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Kuscheltiere enthalten doppelt so viele Keime wie ein Toilettensitz, so eine Studie.
  • Decken sind oft noch stärker belastet – teils 200 Prozent über dem Grenzwert.
  • Viele Stoffe beherbergen Bakterien, Pilze, Milben und Allergene.

Kuscheltiere und Decken sind beliebte Alltagsbegleiter. Doch laut einer neuen Studie des britischen Online-Matratzenhändlers Mattress Next Day können sie wahre Keimschleudern sein. Darüber berichten unter anderem der «Merkur» und die «Frankfurter Rundschau».

Die Untersuchung ergab, dass Teddybären im Durchschnitt doppelt so viele Keime wie ein Toilettensitz aufweisen. Im Vergleich zu einem Abfalleimerdeckel sind es sogar rund 650 Prozent mehr.

Decken überschreiten ebenfalls hygienische Grenzwerte

Auch Decken schnitten schlecht ab: Sie wiesen fast 200 Prozent mehr Keime als ein Toilettendeckel auf. Fast 30 Prozent der Kuscheltiere und 50 Prozent der Decken überschritten die hygienischen Grenzwerte.

Viele Stoffe beherbergen Bakterien, Pilze, Milben und Allergene.

Ärztin Snieguole Geige warnt vor den gesundheitlichen Risiken. Kuscheltiere und Decken seien ideale Brutstätten für Bakterien, Pilze, Allergene, Hausstaubmilben und Schimmelpilze. Auch Erreger wie Staphylococcus aureus und E. coli könnten sich leicht in den Stoffen vermehren.

«Für Kinder, deren Immunsystem noch in der Entwicklung ist, stellen diese Risiken eine noch grössere Gefahr dar», sagt Geige.

Kuscheltiere bei 60 Grad waschen oder einfrieren

Martin Seeley, CEO von Mattress Next Day, erklärt ausserdem: Regelmässig gereinigte Gegenstände wie Toiletten seien oft sauberer als Decken und Teddys.

Er empfiehlt daher, diese mindestens einmal im Monat bei 60 Grad Celsius zu waschen. Waschgänge bei 30 Grad reichen nicht aus, um Keime abzutöten.

Kuscheltiere, die nicht maschinenwaschbar sind, sollten per Hand gereinigt und anschliessend gut gespült werden. Alternativ kann man sie auch ins Gefrierfach legen, um Keime abzutöten.

Die Studie zeigt deutlich, dass scheinbar harmlose Alltagsgegenstände ein erhebliches Hygienerisiko darstellen – und entsprechend sorgfältig gepflegt werden sollten.

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Kommentare

User #5611 (nicht angemeldet)

Am gefährlichsten ist der Pestizid Dreck, den die hochsubventionierten Agrognomen in der Landschaft und im Trinkwasser herumsalben. Die meisten Bakterien tummeln sich auf PC Tastaturen. Prost!😱

User #5279 (nicht angemeldet)

Wie soll sich denn ein Immunsystem entwickeln wenn alles steril sind? Da wird man ja erst recht krank.

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