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    Marco Odermatt und Swiss-Ski stellen sich gegen FIS-Boss Eliasch

    Ronny Reisch
    Ronny Reisch

    Genève,

    Johan Eliasch will als FIS-Präsident wiedergewählt werden, erfährt aber viel Gegenwind. Auch Swiss-Ski und Marco Odermatt wünschen sich einen Führungswechsel.

    Johan Eliasch Marco Odermatt
    Muss sich Johan Eliasch bald von seiner Rolle als FIS-Präsident verabschieden? - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am 11. Juni stimmt der FIS-Kongress ab – Johan Eliasch will Präsident bleiben.
    • Doch für Swiss-Ski kommt eine Wiederwahl des 64-Jährigen nicht in Frage.
    • Auch Marco Odermatt hofft auf einen Wechsel an der FIS-Spitze.

    Die Zeit von Johan Eliasch an der Spitze der FIS könnte bald enden. Der 64-Jährige tritt zwar zur Wiederwahl als FIS-Präsident an, erfährt derzeit aber heftigen Gegenwind.

    Swiss-Ski-CEO: «Eliasch ist für uns nicht wählbar»

    Auch aus der Schweiz. Swiss-Ski-CEO Diego Züger sagt gegenüber SRF klar: «Johan Eliasch ist für uns nicht wählbar. Die FIS ist in einem besorgniserregenden Zustand. Jetzt gilt es, die Handbremse zu ziehen.»

    Diego Züger
    Diego Züger und die Swiss-Ski-Spitze sprechen sich gegen eine Wiederwahl von Johan Eliasch aus. - Keystone

    Laut Züger seien in den vergangenen Jahren bis zu 100 Millionen Franken des FIS-Vermögens «mehr oder weniger konzeptlos» ausgegeben worden.

    Macht Johan Eliasch als FIS-Präsident einen guten Job?

    Athleten-Sprecher AJ Ginnis hat einen Brief verfasst, in dem der FIS-Führung das Vertrauen entzogen wird. Diverse Top-Fahrer haben diesen Brief unterschrieben. Darunter auch Marco Odermatt.

    Johan Eliasch
    Johan Eliasch unterhält sich mit Marco Odermatt. Auf die Unterstützung des Schweizers kann er aber nicht zählen. - Keystone

    Er habe sich viel vom Geschäftsmann erhofft, sagt «Odi» gegenüber «Blick». «Nun müssen wir aber festhalten, dass in den letzten Jahren nicht viel vorwärtsgegangen ist. Deshalb bleibt nichts anderes übrig, als an der Spitze der FIS einen Wechsel vorzunehmen.»

    Durch Georgien-Trick steht Eliasch überhaupt zur Wahl

    Im Sommer 2021 wurde Eliasch zum FIS-Präsidenten gewählt. Fünf Jahre später wollte ihn weder sein britischer Heimatverband noch sein Geburtsland Schweden nominieren. Also liess sich Eliasch in Georgien einbürgern, um doch noch zur Wiederwahl antreten zu können.

    Johan Eliasch
    Der schwedisch-britische Geschäftsmann Johan Eliasch ist neuerdings auch Georgier. - Keystone

    Bei der Abstimmung am FIS-Kongress vom 11. Juni wird er aber wohl einen schweren Stand haben – nicht nur wegen Marco Odermatt.

    Zur Auswahl stehen auch Anna Harboe Falkenberg (Dänemark), Victoria Gosling (Grossbritannien), Alexander Ospelt (Liechtenstein) und Dexter Paine (USA).

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    Kommentare

    User #6085 (nicht angemeldet)

    Dieser Eliasch erinnert an Baume-Schneider; bei Anlässen mit Kameras und Blitzkichtern immer zuvorderst, sonst aber nichts.

    User #1690 (nicht angemeldet)

    Einer der sich wie Eliasch mit faulem Trick die Möglichkeit schafft wieder gewählt zu werden, gehört abgewählt.

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