Klares Ja für Olympia-Bewerbung bei Abstimmung in NRW

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Deutschland,

Rund zwei Drittel Ja-Stimmen: Die Region «KölnRheinRuhr» bekommt grünes Licht für eine Olympia-Bewerbung.

Olympische Sommerspiele 2024
Olympische Sommerspiele 2020. - keystone

Die Olympia-Macher im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen haben bei einer Abstimmung über eine Bewerbung für Sommerspiele eine klare Mehrheit erzielt. In 16 der 17 Städte stimmten laut Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) rund zwei Drittel für eine Kandidatur der Region «KölnRheinRuhr» für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044.

Insgesamt beteiligten sich rund 1,4 Millionen Menschen an der Abstimmung, das ist rund ein Drittel der Teilnahmeberechtigten. Nur in Herten wurde das erforderliche Quorum verfehlt. «Ich bin begeistert von diesen Ergebnissen», sagte Wüst schon vor dem Ende der Auszählung, die in Köln noch bis in die Nacht andauerte.

Das NRW-Konzept setzt auf vorhandene Sportstätten und will Neubauten vermeiden. In der «Leading City» Köln sind ein temporäres Leichtathletikstadion sowie das Athletendorf geplant.

Beim Gesamtergebnis in Nordrhein-Westfalen (NRW) wurden nur die Kommunen berücksichtigt, in denen sich die erforderliche Zahl von Einwohnerinnen und Einwohnern an der Abstimmung beteiligten und in denen sich davon eine Mehrheit für eine Teilnahme ausgesprochen hat.

Kritik kam vom Bündnis «NOlympia Köln»: «Die Leute in den meisten Städten wurden durch die emotionale Kampagne nicht erreicht, insbesondere, wenn man bedenkt, wie viel Geld die Städte, das Land und private Unternehmen dafür ausgegeben haben», hiess es in einem Statement. Zudem halten die Olympia-Gegner die von Ministerpräsident Wüst veranschlagten Organisationskosten von 4,8 Milliarden Euro für deutlich zu niedrig.

«Deutlich eine Mehrheit für diese Spiele»

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) betonte: «Dieser Entscheid hat gezeigt, wie viel Kraft in einer Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele steckt. Der Trend zeigt deutlich eine Mehrheit für diese Spiele.» Es gelte nun auch die Kritiker zu überzeugen, um die Bewerbung gemeinsam mit einer möglichst breiten Mehrheit zu unterstützen.

Die Zustimmung zur Bewerbung ist noch keine Entscheidung für Sommerspiele in NRW. Parallel bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin für eine Ausrichtung. Münchens Projekt hatte schon im Herbst 2025 eine unerwartet deutliche Zwei-Drittel-Mehrheit bei einer Abstimmung erzielt. Hamburg stimmt Ende Mai ab, Berlin verzichtet auf einen solchen Entscheid.

Der Deutsche Olympische Sportbund entscheidet am 26. September über den deutschen Bewerber. Das Internationale Olympische Komitee wird wohl frühestens 2027 eine Entscheidung über den Austragungsort für die Sommerspiele 2036 treffen. Als Interessenten gelten Katar, Indien und Südafrika. Die Olympischen Spiele 2028 finden in Los Angeles statt, 2032 ist Brisbane Gastgeber.

Kommentare

User #1974 (nicht angemeldet)

"Zudem halten die Olympia-Gegner die von Ministerpräsident Wüst veranschlagten Organisationskosten von 4,8 Milliarden Euro für deutlich zu niedrig." - Denn erstens kommt es teurer und zweitens, als man denkt.

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