Snowboarder ruft zum Zusammenhalt in den USA auf

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Italien,

Mit einer gegen Ende brüchigen Stimme hat Snowboardcross-Olympiasieger Nick Baumgartner emotional auf die Spannungen zwischen US-Sportlern und Präsident Donald Trump reagiert. Er rief zum Zusammenhalt in den USA auf und hielt eine Liebeserklärung an sein Land.

Nick Baumgartner (unten im Bild) bei einem Training an den Winterspielen in Livigno mit seinen Teamkollegen Cody Winters (ganz oben) und Nathan Pare. (Archivbild)
Nick Baumgartner (unten im Bild) bei einem Training an den Winterspielen in Livigno mit seinen Teamkollegen Cody Winters (ganz oben) und Nathan Pare. (Archivbild) - Keystone/AP/LINDSEY WASSON

«Ich bin stolz und fühle mich geehrt, die Möglichkeit zu haben, die Vereinigten Staaten auf der grössten Bühne zu repräsentieren», sagte der 44 Jahre alte Routinier, der zum fünften Mal an den Winterspielen teilnimmt und 2022 Gold im Team gewann.

«Sport gibt uns eine einzigartige Möglichkeit und eine Plattform, um Menschen zusammenzubringen. Menschen mit verschiedenen Hintergründen, mit verschiedenen Perspektiven und verschiedenen Meinungen», sagte Baumgartner bei seinem zweiminütigen Statement an einer Pressekonferenz.

Im Rahmen der Olympischen Spiele in Italien gab es bereits mehrfach Protest gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump – besonders mit Blick auf die Razzien der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migrantinnen und Migranten. Auch mehrere US-Athleten hatten sich kritisch über die politische Lage in ihrer Heimat geäussert.

Ski-Freestyler Hunter Hess hatte erklärt, dass es in ihm «gemischte Gefühle» hervorrufe, derzeit die USA zu vertreten. «Nur weil ich die Flagge trage, heisst das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert», sagte der 27-Jährige. Nachdem Trump ihn daraufhin als «Loser» bezeichnet hatte, stellte Hess via Instagram klar, dass er sein Land liebe.

Mitten in seinem Monolog zögerte Baumgartner für einen Augenblick und zückte sein Handy. Er habe sich Notizen gemacht und wolle auch ja nichts vergessen, erklärte er.

«Ich habe die Möglichkeit bekommen, die Welt zu bereisen und meinen Traum zu verfolgen, nicht wahr?», fragte Baumgartner und fügte an: «Und mit dieser Freiheit geht auch Verantwortung einher. Eine Verantwortung, die ich sehr ernst nehme. Ich möchte noch hinzufügen, dass das Beste an jeder meiner Reisen die Rückkehr in das meiner Meinung nach grossartigste Land der Welt ist – die Vereinigten Staaten von Amerika.» Mit zunehmend brüchiger Stimme sagte er zum Ende seines Statements, dass er alles tun werde, «um alle daheim stolz zu machen.»

Kommentare

User #8189 (nicht angemeldet)

Eine Olympiade in der die Politik zuviel mitmischtist, keine Olympiade.

User #4130 (nicht angemeldet)

Solange Länder aus der Olympiade gesperrt werden fehlt es an echter Olympiade

Weiterlesen

a
Crans-Montana
a
59 Interaktionen
Verspätung

MEHR IN POLITIK

Thomas Renggli.
8 Interaktionen
Zürcher Politfilz
kongress
Washington
donald trump
108 Interaktionen
Zoll-Telefonat

MEHR AUS ITALIEN

olympia 2026
4 Interaktionen
Unwürdig?
1 Interaktionen
Antholz
olympia 2026
70 Interaktionen
Olympia-Tag 4
olympia 2026 mikaela shiffrin
126 Interaktionen
Olympia-Fehlstart