Marco Odermatt: «Fühle mich blöd, für Platz 2 getröstet zu werden»
Nur sieben Hundertstel trennen Marco Odermatt vom ersten Sieg auf der Kitzbühel-Abfahrt. Dennoch gibt es für den Schweizer einen Meilenstein zu feiern.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Platz 2 in Kitzbühel ist für Marco Odermatt der 100. Podestplatz im Weltcup.
- Den Sieg auf der Streif holt sich der Italiener Giovanni Franzoni.
Das Warten geht weiter: Marco Odermatt verpasst den Abfahrts-Sieg auf der Streif um sieben Hundertstelsekunden.
Der Schweizer Ski-Dominator muss sich Shooting-Star Giovanni Franzoni hauchdünn geschlagen geben. «Es ist schwierig», so Odi nach dem Rennen bei SRF. «Ich habe alles gegeben und hatte nur ein Ziel. Wenn es dann so knapp ist, tut es weh.»

Der Italiener Franzoni stellt mit Startnummer 2 eine Zeit auf, die nicht mehr geknackt wird. Platz drei geht an den Franzosen Maxence Muzaton, der mit der Startnummer 29 eine Top-Fahrt in den Schnee zaubert.

Marco Odermatt holt sich als Zweiter übrigens nicht nur eine «silberne Gans» – er feiert auch gleich seinen 100. Weltcup-Podestplatz. Odi ist erst der fünfte Fahrer, dem das gelingt. Und das mit 28 Jahren!
Odi sagt: «Das ist genial, es war meine beste Fahrt auf der Streif. Dann schmerzt es um so mehr, wenn man merkt, dass alles passt.» Jammern will er aber nicht, wie er bei SRF weiter erklärt.
«Ich fühle mich ein bisschen blöd, wenn ich mit einem zweiten Platz enttäuscht bin. Und wenn man dafür getröstet wird. Ich glaube, ein paar hätten es mir gegönnt. Aber es ist sicher auch niemand traurig, wenn mal ein anderer gewinnt.»
Franjo von Allmen fällt zurück – Hintermann überzeugt
Dafür muss Franjo von Allmen einen Rückschlag hinnehmen. Der Berner Oberländer kann bei seiner Fahrt lange mit Franzoni mithalten, dann unterläuft ihm aber ein Fehler. Von Allmen büsst 1,56 Sekunden ein. Er muss sich mit Rang 16 begnügen.

Zweitbester Schweizer wird Niels Hintermann. Der Zürcher fährt in seiner Comeback-Saison auf den starken 6. Platz. Der junge Alessio Miggiano fährt auf Rang 26.
Stefan Rogentin, Alexis Monney, Justin Murisier, Lars Rösti und Livio Hiltbrand verpassen die Punkte. Marco Kohler nach einer starken Fahrt noch aus.















