Marco Odermatt erklärt Riesen-Ausfall: «Wohl zu aggressiv rein»
Dämpfer für Marco Odermatt im Kampf um die Riesen-Kugel! Der Schweizer scheidet im letzten Saisonrennen aus. Konkurrent Lucas Pinheiro Braathen führt.
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Das Wichtigste in Kürze
- Marco Odermatt muss um die kleine Kristallkugel im Riesenslalom zittern.
- Der Nidwaldner scheitert beim Saisonfinal im ersten Lauf.
- Lucas Pinheiro Braathen hält bei Halbzeit die Bestzeit.
- Loic Meillard muss auf einen Patzer des Brasilianers hoffen.
Kugel-Drama in Norwegen! Marco Odermatt scheidet im Riesenslalom beim Saisonfinal in Lillehammer mit Startnummer 1 aus (Video unten).
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Kurz nach dem Start kommt er bei einer Welle aus dem Gleichgewicht. In extremis kann er sich zunächst retten. Wenig später rutscht er aber noch einmal weg – und fährt am Tor vorbei.
Marco Odermatt: «Hatte ein gutes Gefühl»
Im SRF-Interview erklärt der Nidwaldner seinen Ausfall: «Es ist schade, ich bin eigentlich nicht schlecht gestartet und hatte ein gutes Gefühl. Im Nachhinein bin ich wohl zu aggressiv in den Lauf hinein mit diesen Wellen.»
Er habe vom Mindset her die Startnummer eins ausnutzen wollen, bekräftigt Odermatt. «Das ist mir in Kranjska Gora nicht gelungen und darum wollte ich es hier anders machen. Jetzt ist es halt nicht aufgegangen, Fehler passieren.»

Die Ausgangslage um die Kugel habe für ihn keine grosse Rolle gespielt, bekräftigt Odermatt im Interview.
«Ich wollte mit einem guten Rennen abschneiden. Das heisst für mich, um den Sieg fahren. Und nicht Punkte zusammenzusuchen und mit einem schlechten Gefühl die Kugel zu gewinnen.»
Braathen auf Kugel-Kurs
Für Marco Odermatt beginnt damit das grosse Zittern. Denn: Sein erster Konkurrent, Lucas Pinheiro Braathen, liefert beim Saisonfinal ab.
Er stellt seine bestechende Form unter Beweis und fährt im ersten Lauf die Bestzeit. Die Ausgangslage ist klar. 48 Punkte beträgt Braathens Rückstand. Ein vierter Platz würde ihm für die Kugel reichen.

Loic Meillard, der sich in der Disziplinenwertung auch noch theoretische Chancen machen darf, zeigt ebenfalls eine solide Leistung. Er liegt bei Halbzeit auf Zwischenrang drei.
Sein Rückstand auf Braathen beträgt jedoch 63 Hundertstel. Im Kugel-Kampf deutet nach dem ersten Lauf also alles auf den Brasilianer hin.
Tumler und Aerni ausserhalb der Top Ten
Die beiden weiteren Schweizer, Thomas Tumler und Luca Aerni, verlieren beide über zwei Sekunden auf Braathen.
Die Entscheidung folgt ab 12.30 Uhr.

















