Marco Odermatt: «Im Training hat einiges noch nicht gepasst»
Nach einem vorsichtigen Start beim Lauberhorn-Training erklärt Marco Odermatt, warum sich die Strecke in Wengen in diesem Jahr komplett anders anfühlt.

Das Wichtigste in Kürze
- Odi spürt in Wengen BE wegen warmer Temperaturen deutlich veränderte Schneeverhältnisse.
- Der Schweizer nahm sich bei der Besichtigung bewusst viel Zeit für die Linienwahl.
- Im ersten Lauberhorn-Training wurde er Zehnter, während die Italiener die Spitze belegten.
Marco Odermatt hat nach dem ersten Training auf der Lauberhorn-Strecke einen ernüchternden Eindruck geschildert. Zwar kennt der Nidwaldner die Abfahrt in- und auswendig, doch die Bedingungen hätten den Charakter der Piste deutlich verändert.
«Man weiss schon langsam, wo es rechts und wo links geht, und gleichzeitig ist es jedes Jahr komplett anders. Gerade dieses Jahr hat es komplett andere Schneeverhältnisse als noch vor einem Jahr.»
Die Fahrer seien auch fast zehn Sekunden länger unterwegs, so Odi. «Das habe ich heute auch in den Beinen gespürt», sagte Odermatt nach der ersten Besichtigung gegenüber «SRF Sport».
Marco Odermatt bei Training nur Zehnter
Tatsächlich zeigte sich der Schweizer im Training zurückhaltend und klassierte sich als bester Schweizer lediglich auf Rang zehn. An der Spitze dominierten die Italiener um Giovanni Franzoni. Für Odermatt stand aber weniger die Zeit als das Erfassen der neuen Strecke im Vordergrund.

Er erklärte, dass er sich dafür bewusst viel Zeit nehme. «Ich bin bei der Besichtigung eigentlich immer lange unterwegs. Ich brauche meistens die ganze Zeit, die wir zur Verfügung haben. Dann sehe ich, wo die Piste etwas besser ist und wo etwas schlechter.»
Marco Odermatt: «Es hat noch nicht alles gepasst»
Die eigentliche Trainingsfahrt verlief dementsprechend weniger rund. Vor allem in jenen Abschnitten, die ihm sonst liegen, spürte er die veränderten Bedingungen deutlich.
«Es hat schon das ein oder andere gegeben, das noch nicht so gepasst hat. Gerade auch Sektionen, die mir sonst sehr liegen. Die Piste ist wegen der warmen Temperaturen ausserdem einfach etwas schlechter, das ist unausweichlich.»

Vor den Rennen am Wochenende dürfte sich die Strecke noch weiter verändern. Der Weltcup-Leader weiss, dass in Wengen oft Geduld gefragt ist. Besonders dann, wenn die Bedingungen nicht mitspielen.
Die Trainings-Resultate der Schweizer am Lauberhorn
10. Marco Odermatt +2,55
11. Stefan Rogentin +2,57
16. Marco Kohler +2,74
18. Alexis Monney +3,02
27. Franjo von Allmen +3,55
33. Lars Rösti +3,73
45. Niels Hintermann +5,04
50. Livio Hiltbrand +6,02
54. Justin Murisier +7,13
58. Alessio Miggiano +8,27
Das weitere Programm in Wengen
Donnerstag, 12.30 Uhr: 2. Abfahrts-Training
Freitag, 12 Uhr: Super-G
Samstag, 12 Uhr: Abfahrt
Sonntag, 09.30 Uhr/12.45 Uhr: Slalom












