Abfahrt

    Joana Hählen sichert sich letzten Startplatz dank Trainings-Bestzeit

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    Joana Hählen fällt ein Stein vom Herzen. Sie sichert sich beim Training zur Olympia-Abfahrt vom Dienstag mit Bestzeit einen Startplatz.

    Joana Hählen
    Joana Hählen springt ihrem Startplatz in der Olympia-Abfahrt entgegen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Joana Hählen darf am Dienstag bei den Olympischen Spielen in der Abfahrt starten.
    • Im letzten Training erzielte sie Bestzeit.

    Mit Joana Hählen erzielt auch im zweiten und zugleich letzten Training zur Olympia-Abfahrt vom Dienstag eine Schweizerin Bestzeit. Gleichwohl wusste die 30-jährige Bernerin nach ihrem Toplauf zunächst nicht mit Sicherheit, dass sie beim Rennen (04.00 Uhr Schweizer Zeit) würde starten dürfen.

    Denn neben Hählen, am Samstag im ersten Abfahrtstraining bereits Achte, überzeugte im Abschlusstraining erneut auch Priska Nufer (8.). Die Obwaldnerin war – allerdings mit einem Torfehler – bei der ersten Fahrt die Trainingsschnellste gewesen.

    Joana Hählen kann aufatmen

    Michelle Gisin reihte sich als Fünfte (mit Torfehler) und Elfte ein. Sie hatte am vergangenen Freitag im Super-G mit Olympia-Bronze ihre gute Speed-Form unter Beweis gestellt. Die vierte Schweizerin, die infrage kam für den Startplatz, war die Freiburgerin Noémie Kolly (14.).

    Diese guten Trainingsleistungen führten dazu, dass sich Swiss-Ski-Cheftrainer Beat Tschuor und sein Trainer-Stab in einer Luxus-Situation befanden. Oder eben die Qual der Wahl hatten, wem sie den vierten und letzten Schweizer Startplatz zusprechen wollten. Am Ende entschieden sie sich für Hählen, welcher die Piste in Yanqing offensichtlich sehr gut liegt.

    Hählen fiel damit ein grosser Stein vom Herzen. Als sie im Ziel grün für die Bestzeit gesehen habe, sei das für sie eine «Riesen-Erleichterung» gewesen. «Mehr als Bestzeit kann ich nicht fahren», so Hählen, die 2018 in Pyeongchang in der internen Qualifikation knapp gescheitert war.

    Suter und Flury 2018 vorgezogen

    Corinne Suter und Jasmine Flury waren damals der Lenkerin vorgezogen worden. Auch bei der letztjährigen WM in Cortina kam die Bernerin als Ersatzfahrerin nicht zum Zug.

    Ein Schweizer Trio konnte es am Tag vor der Olympia-Abfahrt ruhiger angehen lassen. Abfahrts-Weltmeisterin Corinne Suter verlor dabei als 16. fast eineinhalb, die ebenfalls gesetzte und pröbelnde Super-G-Olympiasiegerin Lara Gut-Behrami als 33. fast drei Sekunden auf Teamkollegin Hählen.

    Der dritten Fixstarterin, Jasmine Flury, unterlief ein schmerzhaftes Missgeschick. Die Bündnerin stürzte bei Tempo 120. Doch sie konnte selber auf den Ski ins Ziel fahren, wo Flury dann Entwarnung gab: «Es verschlug mir die Ski, dann lag ich schon am Boden. Doch es geht mir gut.»

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