IBC Energie Wasser Chur erschliesst neue Energiequelle
Die neue Energiezentrale der ARA Chur nutzt gereinigtes Abwasser als nachhaltige Wärmequelle für das Wärmenetz der IBC Energie Wasser Chur.

Mit der Energiezentrale bei der ARA Chur erschliesst die IBC Energie Wasser Chur eine Energiequelle: die im gereinigten Abwasser enthaltene Wärme.
Das Projekt bildet einen wichtigen Baustein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung der Stadt. Das teilt die Stadt Chur am 26. Juni 2026 mit.
Erste Anlage im März dieses Jahres installiert
Das gereinigte Abwasser verlässt die ARA Chur ganzjährig mit Temperaturen zwischen rund 10 und 18 Grad Celsius, bevor es in den Rhein eingeleitet wird. Künftig wird diese vorhandene Energie noch effizienter genutzt.
Leistungsstarke Ammoniak-Grosswärmepumpen entziehen dem gereinigten Abwasser Wärme und heben diese auf ein für die Wärmeversorgung nutzbares Temperaturniveau an.
Die erste Anlage verfügt über eine Leistung von 1,8 Megawatt und wurde am 3. März 2026 installiert.
Das Potenzial der Energiezentrale ist damit jedoch noch nicht ausgeschöpft. Die Infrastruktur ist so ausgelegt, dass die Kapazitäten in Zukunft weiter ausgebaut werden können.
Abwasser als Energiequelle ganzjährig und in konstanten Mengen zur Verfügung
Die erzeugte Wärme wird in das Wärmenetz der IBC eingespeist und versorgt schrittweise Wohnquartiere, öffentliche Gebäude und weitere Liegenschaften in Chur.
Die Nutzung von Abwasser als Energiequelle bietet entscheidende Vorteile: Die Wärme steht ganzjährig in konstanten Mengen zur Verfügung, die Wärmepumpen arbeiten dadurch besonders effizient und fossile Heizsysteme können nach und nach ersetzt werden.
Eine zentrale Voraussetzung dafür ist der kontinuierliche Ausbau des Wärmenetzes. Dieser erfolgt in enger Abstimmung mit weiteren Werkleitungs- und Strassenbauprojekten.
Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur möglichst effizient weiterzuentwickeln und neue Quartiere an die nachhaltige Wärmeversorgung anzuschliessen.
Lacuna II zeigt exemplarisch, wie Wärmewende gelingen kann
Ein grosses Quartier, das künftig von der neuen Energiezentrale profitieren wird, ist Lacuna II. Dort laufen bereits umfassende Modernisierungsarbeiten an der bestehenden Energieinfrastruktur.
Mit dem Anschluss an das Wärmenetz werden im Quartier 578 Wohnungen und Büros auf erneuerbare Wärmeversorgung umgestellt. Die Umstellung zeigt exemplarisch, wie die Wärmewende auch in dicht bebauten Bestandsquartieren gelingen kann.
Die Energiezentrale in der ARA leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen und unterstützt die langfristigen Klimaziele der Stadt Chur.










