Jodie Burrage sieht bei ihrer Startrunde in Wimbledon einen stark angeschlagenen Balljungen und reagiert sofort. Mit Süssigkeiten schreitet sie zur Rettung.
Balljunge Wimbledon
Ungewöhnliche Bilder: Ein Balljunge in Wimbledon wird von einer Spielerin mit Süssigkeiten versorgt. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Jodie Burrage ist ihrem Erstrunden-Spiel gedankenschnell und hilft einem Balljungen.
  • Dieser hat wohl Kreislaufprobleme und erklärt der 23-Jährigen, dass er ohnmächtig werde.
  • Die Britin rennt los und versorgt den Balljungen rechtzeitig mit Zucker.

Als Weltnummer 141 ist es für Jodie Burrage ein echtes Highlight, an einem Grand Slam zu spielen. In Wimbledon kann die Britin dies durch eine Wildcard sogar vor Heimpublikum tun. In diesem Moment ist die 23-Jährige trotz verlorenem Startsatz aufmerksam genug, um die Not eines Balljungen zu erkennen.

Burrage erkennt Notlage und besorgt Zucker

Noch bevor dies sonst jemandem aufgefallen ist, geht die Spielerin auf den Buben zu, der Mühe hat, aufrecht zu stehen. Der Balljunge hat offenbar starke Kreislaufprobleme. Nach einem kurzen Gespräch setzt sie ihn auf einen Stuhl und macht sich auf den Weg, um Lebensmittel zu besorgen.

Balljunge Jodie Burrage
Jodie Burrage kümmert sich in Wimbledon rührend um einen Balljungen. Sie besorgt ihm Riegel, Trinken und Gummibärchen. - Keystone

Das Spiel wird unterbrochen und kurze Zeit später kehrt Burrage mit einer Flasche, Riegeln und Gummibärchen zurück. Rührend hilft die 23-Jährige dem sichtlich angeschlagenen Balljungen. Später erklärt sie: «Ich habe einfach versucht, ihm Zucker zu geben. Danach schien es ihm etwas besser zu gehen.»

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Bis zu diesem Zeitpunkt sind dann auch die Betreuer auf den Plan getreten. Sie stützen den Jungen daraufhin beim Gang in die Katakomben.

Balljunge hatte Angst, ohnmächtig zu werden

«Er sagte, dass er ohnmächtig werde», gibt Burrage später über den Inhalt ihres Gesprächs Auskunft. Weiter erklärt sie: «Er hatte grosse Mühe, richtig zu sprechen. Das war sehr besorgniserregend.»

Balljunge
Der betroffene Balljunge wird nach kurzer Verpflegung vom Platz begleitet. - Keystone

Auch durch die aufmerksame Spielerin ging der Vorfall glimpflich aus. Vielleicht auch dank der Gummibärchen, die Burrage laut eigenen Aussagen kurzerhand im Publikum auftrieb.

Burrage trotz Pleite: «Wenn überhaupt, hat er mir geholfen»

Spielerisch läufts für die Britin aber danach nicht besser. Am Ende unterliegt sie der Ukrainerin Lessja Tsurenko in der Startrunde von Wimbledon mit 2:6 und 3:6. Trotzdem wird die Lokalmatadorin mit grossem Applaus verabschiedet – auch ohne spielerische Glanzleistung hat sie viele Sympathiepunkte gewonnen.

Den Unterbruch will Burrage dann auch nicht als Ausrede gelten lassen. Auf die Frage, ob sie dieser Vorfall aus dem Konzept brachte, antwortet sie: «Nein, um ehrlich zu sein hat es mein Spiel nicht wirklich beeinflusst. Ich habe danach super aufgeschlagen – wenn überhaupt, hat er mir eher geholfen.»

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