160 Läufer rennen in Bern für einen guten Zweck
160 Läuferinnen und Läufer haben am Donnerstagabend an der ersten Ausgabe von «Heartbeat4Kids» teilgenommen.

Bei einer idealen Temperatur von 20 Grad bewältigten Kinder, Hobbyläuferinnen und Hobbyläufer sowie bekannte Persönlichkeiten aus Sport und Politik die 350 Meter lange Strecke vom Marzili über den Münzrain zur Münzterrasse, unmittelbar unterhalb des Bundeshauses. Entlang der Strecke herrschte eine ausgezeichnete Stimmung.
Die als Test konzipierte Veranstaltung der Stiftung «Freude herrscht» verlief reibungslos und avancierte zu einer rundum geglückten Premiere. Sämtliche Startgelder fliessen in Bewegungs- und Förderprojekte für Kinder und Jugendliche.
Rund 30 Höhenmeter und eine durchschnittliche Steigung von rund 9 Prozent: Die Strecke verlangte den Teilnehmenden auf kurzer Distanz einiges ab. Das bewusst kompakte Format gehört zum Konzept: 350 Meter statt viele Kilometer, am Feierabend statt am Wochenende.
«Heartbeat4Kids» versteht sich damit als eigenständige Ergänzung zu den etablierten Berner Laufevents Grand Prix von Bern und Frauenlauf. Die Starts erfolgten in kleinen Gruppen im Abstand von zwei Minuten. So trafen Nachwuchstalente, ambitionierte Freizeitläuferinnen und Freizeitläufer sowie prominente Athletinnen und Athleten gemeinsam an der Startlinie.
Zu den bekannten Teilnehmenden gehörten unter anderem der Snowboard-Olympiasieger Nevin Galmarini, der neunfache Orientierungslauf-Weltmeister Daniel Hubmann, der Freestyle-Trampolin-Weltmeister Robin Steiner, die Berner Nationalrätin Andrea Zryd, der Outlet King Mastermind Toni Kurz sowie der 800-Meter-Läufer und Olympiateilnehmer Musa Suliman.
Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer feuerten die Startenden am Münzrain an und sorgten trotz der kurzen Veranstaltungsdauer für eine mitreissende Atmosphäre.

«Dieser Lauf zeigt auf schönste Weise, was unsere Stiftung erreichen will: Jung und Alt bewegen sich gemeinsam und setzen damit ein Zeichen für die Kinder. Heute hat in Bern wirklich Freude geherrscht», sagt Adolf Ogi, Gründer und Ehrenpräsident der Stiftung «Freude herrscht».
Musa Suliman und Cassandra Gouttefarde gewinnen die Premiere
Auch sportlich setzte die Premiere Akzente: Musa Suliman gewann die Männerwertung in 0:56,35. Bei den Frauen setzte sich Cassandra Gouttefarde in 1:09,37 durch. Die Schweizer Mittelstreckenläuferin vom TV Länggasse Bern nahm 2026 an der U20-Weltmeisterschaft über 1500 Meter teil.
Alt-Bundesrat Adolf Ogi führte die Rangverkündigung durch. Damit erhielt ein Grundgedanke des Anlasses auch im Ziel ein sichtbares Gesicht: Generationen durch Sport zusammenzubringen und Kinder für Bewegung zu begeistern.
Sportprominenz unterstützt den neuen Charity Lauf
Persönlichkeiten aus verschiedenen Sportarten trugen die Premiere mit. Für Nevin Galmarini, Olympiasieger und Botschafter der Stiftung «Freude herrscht», passten sportliche Herausforderung und gemeinnütziger Zweck ideal zusammen.
«350 Meter klingen zunächst kurz. Ich hatte aber vor dem Start auch etwas Respekt, da diese Strecke alles fordert. Besonders schön war, gemeinsam mit Kindern und Sportlerinnen und Sportlern für einen guten Zweck anzutreten. Deshalb war ich sehr gerne dabei», sagt Nevin Galmarini.
Auch der OL-Weltmeister Daniel Hubmann zeigt sich überzeugt vom kompakten Format: «Die kurze, steile Strecke schafft eine besondere Nähe. Kinder haben die Möglichkeit, unmittelbar neben erfolgreichen Athletinnen und Athleten zu starten und den Spitzensport aus nächster Nähe zu erleben. Genau solche Begegnungen können motivieren.»
Breite Unterstützung für die Premiere
Möglich wurde die Testveranstaltung dank der Unterstützung der Stadt Bern, verschiedener Laufveranstalter und zahlreicher Partner aus der Schweizer Lauf- und Leichtathletikszene.
Der Grand Prix von Bern begleitete den neuen Charity-Lauf als ideeller Partner. Swiss Athletics und Weltklasse Zürich standen dem Anlass ebenfalls freundschaftlich zur Seite.
Unterstützt wurde «Heartbeat4Kids» auch von zahlreichen Vereinen und Laufgruppen. Die Laufgruppe Willigen aus Meiringen reiste mit mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern verschiedener Generationen nach Bern. Ebenfalls vor Ort waren Ski Emmental sowie das Kader und die Sichtungsgruppe von Schneesport Mittelland. Mit ihrer engagierten Teilnahme trugen sie wesentlich zur besonderen Stimmung entlang der Strecke bei.
Nationalrätin Andrea Zryd, Sportlehrerin, Trainerin und Präsidentin des Grand Prix von Bern, betont die Bedeutung solcher Sporterlebnisse: «Für eine so wertvolle Aktion, nehme ich gerne ‹saure Beine› und einen hohen Puls in Kauf. Freude herrscht ist in der Sportwelt mit ihren gelungenen Solidaritätsanlässen nicht mehr wegzudenken. Ich staune immer wieder, welche Persönlichkeiten sie an ihre Events bringen, die sich für mehr Sport und Bewegung für Kinder und Jugendliche selber sportlich einsetzen.»
Ziel für 2027 sind 500 Teilnehmende
Für die Stiftung «Freude herrscht» diente die erste Ausgabe dazu, Strecke, Organisation und Abläufe unter realen Bedingungen zu erproben. Das Fazit fällt positiv aus, zumal sich Legenden aus dem Schweizer Laufsport beeindruckt zeigten.
Unter den Zuschauenden befanden sich auch Markus Ryffel, Olympia-Silbermedaillengewinner 1984 über 5000 Meter und langjähriger Organisator des Grand Prix von Bern, und Heinz Schild, der Schweizer Pionier des Laufsports schlechthin (Ryffels einstiger Trainer und Gründer des Grand Prix von Bern und des Jungfrau-Marathons).
Beide zeigten sich beeindruckt von Idee und Ambiance und gratulierten den Veranstaltern zur gelungenen Test-Ausgabe. Die Erfahrungen aus der Premiere sollen in die Planung der zweiten Ausgabe einfliessen.
«Die Testveranstaltung ist reibungslos verlaufen. Darüber sind wir sehr glücklich», sagt Matthias Kuratli, Geschäftsführer der Stiftung «Freude herrscht» und Projektleiter von «Heartbeat4Kids». «Wir sind der Stadt Bern, den unterstützenden Laufveranstaltern, unseren Partnern und insbesondere den 160 Läuferinnen und Läufern sehr dankbar. Sie alle haben diese Premiere möglich gemacht. Nun freuen wir uns auf die Ausgabe 2027 – dann hoffentlich mit 500 Teilnehmenden.»










