US Open

    US Open – Zürcher Riedi zu nervendem Fan: «Heb d'Schnurre»

    Simon Huber
    Simon Huber

    Zürich,

    Bei seinem Coup an den US Open fordert Leandro Riedi den Rauswurf eines Mannes. Dieser ruft beim Sieg gegen Francisco Cerundolo (ATP 19) immer dazwischen.

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    Leandro Riedi ärgert sich über einen Zuschauer. - srf

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gegen Francisco Cerundolo (ATP 19) schafft Leandro Riedi die grosse Überraschung.
    • Der Zürcher gewinnt an den US Open nach einem Comeback mit 3:6, 4:6, 6:4, 6:4, 6:2.
    • Im vierten Satz lässt er einen Störenfried aus dem Stadion entfernen.

    Was eine Überraschung! Der Zürcher Leandro Riedi (ATP 435) besiegt Francisco Cerundolo (ATP 19) nach einem Riesen-Comeback an den US Open.

    Zuerst verliert Riedi die ersten beiden Sätze. Dann rafft sich der 23-Jährige zusammen und besiegt den Argentinier am Ende mit 3:6, 4:6, 6:4, 6:4, 6:2.

    Mittlerweile ist der Schweizer über 200 Plätze im ATP-Ranking hochgeklettert und befindet sich nun auf dem 237. Rang.

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    Francisco Cerundolo (ATP 19) lag gegen Leandro Riedi mit zwei Sätzen in Führung. - keystone

    Mit einem Sieg in der dritten Runde könnte Riedi gar die Top 170 erreichen. Morgen Samstag spielt der Zürcher gegen Kamil Majchrzak (ATP 76). Die genaue Zeit ist noch nicht terminiert.

    Riedis Sieg gegen die Weltnummer 19 ist ein Statement. Vor einem Jahr kratzte der Zürcher am Einzug in die Top 100. Wegen einer schweren Verletzung musste er dann aber neun Monate pausieren.

    Riedi lässt wettenden «Fan» entfernen

    Beim phänomenalen Comeback lässt sich Riedi auch nicht von einem Fan, der die ganze Zeit reinschreit, aus dem Konzept bringen. Doch im vierten Satz läuft das Fass dann über.

    «Heb d'Schnurre», sagt Riedi zum Fan, ehe er den Schiedsrichter bittet, den Mann aus dem Stadion zu verweisen. (Video oben)

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    Leandro Riedi jubelt gegen die Weltnummer 19 nach 3:35 Stunden und steht an den US Open in der 3. Runde. - keystone

    Er erklärt dem Schiri, dass der Mann wohl auf ihn gewettet habe. «Wenn ich verliere, schreibt er mir, dass ich schlecht bin. Und er hofft, dass meine Mutter stirbt», so Riedi weiter. Der Schiri reagiert und lässt den Störenfried aus dem Stadion entfernen.

    Übersteht ein Schweizer die 3. Runde an den US Open?

    Zwar kassiert Riedi in dieser Szene ein Break, doch er kann reagieren. «Im fünften Satz habe ich nochmal einen Gang gefunden, von dem ich selbst überrascht war», sagt Riedi zu SRF. Und so durfte der Zürcher nach 3:35 Stunden jubeln.

    Mit Jérôme Kym befindet sich ein weiterer Schweizer in der 3. Runde an den US Open. Er spielt in der Nacht auf Samstag um etwa 2.30 Uhr gegen Taylor Fritz (ATP 4).

    Kommentare

    User #5995 (nicht angemeldet)

    Tummeln sich viele Zürcher hier…

    User #5429 (nicht angemeldet)

    Solche Dinge gehören nunmal zum Tennis, wie trash talk schon lange schon zum Fussball und Hockey gehören! Ein Profi muss das ausblenden können.

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