Tsitsipas zu Kyrgios-Dopingsperre: «Habe es kommen sehen»

Simon Huber
Simon Huber

USA,

Stefanos Tsitsipas zeigt sich wenig überrascht über die Kokain-Sperre von Nick Kyrgios. Der Grieche will schon länger von den Gerüchten gewusst haben.

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Stefanos Tsitsipas soll schon längere Zeit von den Kokain-Gerüchten rund um Nick Kyrgios gewusst haben. - X/@TheTennisLetter

Das Wichtigste in Kürze

  • Nick Kyrgios testete im Juni positiv auf Kokain.
  • Er erhielt daraufhin eine vorläufige Sperre von bis zu vier Jahren.
  • Stefanos Tsitsipas sagt, er habe von dem Fall bereits vor der Bekanntgabe gewusst.

Stefanos Tsitsipas zeigt sich nicht überrascht darüber, dass Nick Kyrgios wegen Kokainkonsums vom Tennis suspendiert wurde. «Ehrlich gesagt, war es ziemlich zu erwarten», sagte Tsitsipas. «Überrascht bin ich nur, dass es so spät kam.»

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Kyrgios - keystone

Kyrgios war im Juni bei einem ATP-250-Turnier in Mallorca positiv auf Kokain getestet worden. In einem Instagram-Post im August räumte der Australier ein, «einen riesigen Fehler» gemacht zu haben, und erhielt eine vorläufige Sperre.

Diese könnte bis zu vier Jahre betragen, eine mildere Strafe gilt aber als wahrscheinlicher.

Tsitsipas will schon vorher Bescheid gewusst haben

Wie der Guardian berichtet, wurde Tsitsipas am Montag auf Kyrgios angesprochen. Zuvor hatte er in der ersten Runde der US Open gegen die Nummer 10 der Setzliste, Arthur Fils, gewonnen.

«Um ehrlich zu sein, wusste ich davon bereits vor der Ankündigung. Ich persönlich wusste es», sagte Tsitsipas. Als er es dann in den sozialen Medien gesehen habe, habe er gedacht: «Da haben wir's.»

Er habe es kommen sehen.

Angespannte Vergangenheit zwischen den beiden

Tsitsipas und Kyrgios lieferten sich 2022 in der dritten Runde von Wimbledon ein hitziges Duell. In jenem Turnier erreichte Kyrgios sein einziges Grand-Slam-Finale.

Tsitsipas schlug damals mehrmals direkt auf Kyrgios und drosch absichtlich einen Ball in die Zuschauermenge. Anschliessend bezeichnete er seinen Gegner als «Bully».

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Stefanos Tsitsipas (links) und Nick Kyrgios lieferten sich 2022 in Wimbledon ein hitziges Duell. - keystone

Kyrgios kämpfte seither mit zahlreichen Verletzungen. Bei Bekanntgabe seiner Sperre schrieb er, er habe sich «hilflos und allein» gefühlt.

In seinem Instagram-Post erklärte er weiter, die Verletzungen der letzten Jahre hätten ihn körperlich wie mental stark mitgenommen. Auch der nahende Karriereendpunkt sei schwerer zu akzeptieren gewesen, als er erwartet hatte.

Verdient Kyrgios trotz Kokain-Fall eine zweite Chance?

Für Tsitsipas kam die Situation nicht überraschend: «Ich wusste, dass abseits der Tenniscourts Dinge passierten. Das kann ich sagen.»

Er wolle niemanden decken, dessen Wahrheit er kenne, so Tsitsipas weiter. Entsprechende Verhaltensweisen habe er selbst auf der Tour mitbekommen und auch von anderen im gleichen Umfeld gehört.

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