Tennis-Stars stranden in Dubai – auch Ex-Nummer 1
Tennis-Stars wie Daniil Medwedew sitzen nach der Eskalation im Iran wegen einer Flugsperre fest. Anke Rune erzählt über Sohn Holger: «Er hatte wirklich Angst.»

Das Wichtigste in Kürze
- Mehrere Tennis-Stars sind von der Flugsperre im Nahen Osten betroffen.
- Ex-Weltnummer 1 Daniil Medwedew sagt: «Das ist natürlich eine spezielle Situation.»
- Der verletzte Holger Rune hat eine «brutale» Nacht in Doha hinter sich.
Daniil Medwedew hat eine äusserst erfolgreiche Woche hinter sich: Er triumphiert beim ATP-Turnier in Dubai und beendet damit eine verrückte Serie. Nach 22 Turniersiegen an unterschiedlichen Standorten gewinnt er erstmals ein Turnier zum zweiten Mal.

Doch kurz nachdem er seinen Titel-Fluch gebrochen hat, bekommt Medwedew wieder schlechte Nachrichten: Der 30-Jährige strandet mit seiner Familie in Dubai. Nach den Luftangriffen auf den Iran wurde der Luftraum im Nahen Osten gesperrt.
«Eine spezielle Situation» für Medwedew & Co.
Er sagt gegenüber «Bolshe Tennis»: «Niemand weiss, wie lange der Luftraum gesperrt ist und wann wir gehen können. Deshalb warten wir einfach. Das ist natürlich eine spezielle Situation.»
Auch andere Top-Spieler wie sein russischer Landsmann Andrej Rublew (ATP 17) stecken in Dubai fest. Stan Wawrinka, der im Achtelfinal gegen Medwedew verlor, konnte noch rechtzeitig abreisen.

Auch Halbfinalist Felix Auger-Aliassime (ATP 9) hat Berichten zufolge einen der letzten Flüge noch bekommen und befindet sich in Nordamerika.
Dort stehen die BNP Paribas Open in Indian Wells auf dem Programm – ein Masters-Turnier. Noch wird dort die Qualifikation gespielt, aber für Medwedew, Rublew & Co. hat ein Kampf gegen die Zeit begonnen.
Rune «hatte wirklich Angst»
Sowieso nicht mit dabei ist Holger Rune. Die ehemalige Nummer 4 der Welt erholt sich von einem Achillessehnenriss. Er befand sich zuletzt im Aufbautraining in Doha – und kommt nun ebenfalls nicht mehr weg.

Seine Mutter Anke Rune erzählte gegenüber «TV2 Sport»: «Holger hatte wirklich Angst letzte Nacht. Wir haben kaum Schlaf bekommen. Mit Feuerbällen im Himmel und den Knällen wirkt es sehr brutal.»
Es gebe 15 Stunden Stau auf den Strassen im Oman, weil dort noch Flugzeuge starten. «Aber aktuell willst du nicht in einem Auto gefangen sein», findet Anke Rune. «Das ist alles sehr hart für einen so jungen Menschen.»











