«London calling» - Konkurrenz beschert Zverev WM-Ticket

DPA
DPA

Frankreich,

Die endgültige Qualifikation für die ATP Finals gestaltete sich dann doch einfacher und deutlich unspektakulärer als erwartet. Dank der patzenden Konkurrenz hat Titelverteidiger Alexander Zverev die Restzweifel an seiner Teilnahme am Jahresabschluss beseitigt.

Alexander Zverev ist für die ATP Finals qualifiziert. Foto: Andy Wong/AP/dpa
Alexander Zverev ist für die ATP Finals qualifiziert. Foto: Andy Wong/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Nervtötende Rechenspiele und Zitterpartien wie einst Boris Becker blieben Alexander Zverev dann doch erspart.

Die letzten Zweifel an der Teilnahme des besten deutschen Tennisprofis bei den ATP Finals in London beseitigten ausgerechnet Zverevs Kontrahenten.

Als am späten Mittwochabend eine halbe Stunde vor Mitternacht auch der Italiener Matteo Berrettini beim Masters-Series-Turnier in Paris ausgeschieden war, konnte Zverev endlich den Tweet «London calling» absetzen und die Spielerorganisation ATP ihr vorproduziertes Filmchen über den nun auch qualifizierten Titelverteidiger veröffentlichen.

«Ich freue mich wirklich sehr, zum dritten Mal nacheinander dabei zu sein. Der Titelgewinn im letzten Jahr dort war der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere. Ich habe grossartige Erinnerungen daran», wurde der 22 Jahre alte Hamburger in der Mitteilung der ATP zitiert.

Als Nummer sieben der Jahreswertung war Zverev zwar schon mit guten Aussichten auf ein erneutes London-Ticket nach Paris gereist, doch der Vollzug gestaltete sich dann doch einfacher und deutlich unspektakulärer als erwartet. Stuttgart-Sieger Berrettini verlor gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga überraschend 4:6, 3:6 und kann als Nummer acht im Race to London Zverev damit nicht mehr überholen.

Da auch Roberto Bautista Agut (Spanien/9.), David Goffin (Belgien/11.) und Fabio Fognini (Italien/12.) beim letzten Masters-Series-Event in Paris-Bercy erstaunlich früh scheiterten, darf Zverev beim Saisonabschluss der besten acht Profis des Jahres vom 10. bis 17. November den Versuch Titelverteidigung angehen.

Um den letzten freien Platz im illustren Kreis mit Zverev, Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer, Daniil Medwedew, Dominic Thiem und Stefanos Tsitsipas kämpfen nun noch mit realistischen Aussichten Berrettini und der Franzose Gael Monfils. Der Schweizer Stan Wawrinka (15.) und der Australier Alex de Minaur (17.), der Bautista Agut besiegte, müssten den Titel holen, um sich zu qualifizieren.

In sein Achtelfinale gegen den Kanadier Denis Shapovalov am frühen Donnerstagabend konnte Zverev also ohne grösseren Druck gehen - und er verlor in drei Sätzen 2:6, 7:5, 2:6. Das unterschied ihn schon einmal vom dreimaligen Wimbledonsieger Becker. Deutschlands Tennis-Legende hatte die Premiere in Paris-Bercy 1986 als damals 18-Jähriger gewonnen, musste anschliessend aber immer wieder rechnen und zittern, um zu wissen, wann er bei der ATP-WM dabei ist. Es sei nicht so, dass er sich freue, wenn einer seiner Kontrahenten verliere, hatte Zverev vor Turnierbeginn gesagt. Traurig wird er über die Ereignisse jedoch auch nicht gewesen sein.

Kommentare

Weiterlesen

fgh
10 Interaktionen
Rave-Opfer
Sie haben genug: Christa Niederhauser (l.) und Angela Gomes reichen Ende Oktober die Petition bei der Stadt ein.
187 Interaktionen
«Haben Angst»

MEHR IN SPORT

Marc Márquez MotoGP Ducati
MotoGP-Titelkampf
Julian Alvarez
Depressionen?
Silvan Widmer
22 Interaktionen
Nach Nati-Rücktritt
Lionel Messi
12 Interaktionen
Rücktritt!

MEHR AUS FRANKREICH

Nicolas Altmayer
Nach Unfalltod
club med
Nach zehn Jahren
Resonance A Plague Tale
Neues Abenteuer
9 Interaktionen
Paris