60 Frauen beklaut: Dating-Betrüger gab sich als NFL-Star aus!
Ein 35-Jähriger soll in den USA bis zu 60 Frauen um ihr Erspartes gebracht haben. Dazu gab er vor, in der NFL zu spielen – Ende August schnappte ihn das FBI.

Das Wichtigste in Kürze
- Der mutmassliche Täter täuschte mit KI-Fakes eine NFL-Karriere vor.
- Love und sein Komplize lockten Frauen mit gefälschten Anlagegewinnen.
- Das FBI warnt vor Nachahmern und sucht weitere Opfer der Masche.
Ein umfassender Dating-Betrugsfall sorgt in den USA für Aufsehen: Im Zentrum steht Daejon Labrayae Love – der 35-Jährige gab sich im Internet als Football-Profi aus. Als vermeintlicher Star-Wide-Receiver aus der NFL soll er auf Dating-Plattformen Dutzende Frauen hereingelegt und ausgenommen haben.
Seit Ende August sitzen Love und sein mutmasslicher Komplize Taylor Jamie Chan (18) laut «LA Times» in Bundeshaft. Das FBI wirft den beiden vor, mindestens 26 Frauen in vier US-Bundesstaaten um mindestens 1,3 Millionen Dollar betrogen zu haben.
Nach den Festnahmen meldeten sich zahlreiche weitere Opfer beim FBI. Mittlerweile sind über 60 Frauen als mutmassliche Geschädigte identifiziert.
Fake-Karriere in der NFL – 49ers in der Kritik
Love gab sich auf Dating-Apps und Instagram als Wide Receiver der San Francisco 49ers aus. Chan spielte dabei die Rolle seines Finanzberaters. Gemeinsam überzeugten sie Frauen, grosse Geldsummen zu investieren – Geld, das nie zurückkam.
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Eine von ihnen erhebt schwere Vorwürfe gegenüber den 49ers – dem vermeintlichen Arbeitgeber von Love. Gegenüber «ESPN» gab sie an, das NFL-Team bereits acht Monate vor Loves Verhaftung über seinen Betrug informiert zu haben. Wochen später erhielt sie eine abweisende Antwort vom Kundendienst mit der Bitte, direkt zur Polizei zu gehen.
Die 49ers erklärten gegenüber ESPN: «Wir nehmen Meldungen über Personen, die sich fälschlicherweise als Mitglieder der San Francisco 49ers ausgeben, sehr ernst. Aus Sicherheits- und rechtlichen Gründen kann sich das Team nicht zu laufenden Ermittlungen oder bestimmten Personen äussern.»
NFL-Betrüger gab sich auch als Schweizer aus
Love nutzte gezielt soziale Medien, vor allem seinen Instagram-Account @2bcontinued_4: Durch eine Flut gefälschter Beiträge brachte er KI-Suchsysteme dazu, ihn als echten NFL-Spieler auszuweisen. Screenshots dieser falschen KI-Ergebnisse zeigte er seinen Opfern als vermeintlichen Beweis.

In einem Instagram-Video sagte er dazu: «Das ist Google – das bin nicht ich, das ist Google.» Gemeinsam führten Love und Chan auch Dreier-FaceTime-Anrufe durch, bei denen sie gefälschte Anlagegewinne zeigten. Eine Frau aus Oregon liess sich nicht täuschen – sie traf Love 2024 über eine Dating-App.
Das FBI beschreibt den Betrug so: «Der Betrug beruhte darauf, dass Love fiktive Identitäten schuf und einen verschwenderischen Lebensstil zur Schau stellte. Diesen präsentierte er den Opfern sowohl persönlich als auch auf Social-Media-Websites.»
Der heute 35-Jährige nannte sich damals John Prince und behauptete, Schweizer Immobilienentwickler zu sein. Beim ersten Date wurde sie misstrauisch: «Innerhalb von fünf Minuten hatte ich beschlossen, ihn nicht noch einmal zu treffen.»
FBI warnt vor Nachahmern
Laut dem leitenden FBI-Sonderermittler Doug Olson wurden Frauen dazu gebracht, Kredite aufzunehmen, viele verloren ihr Erspartes. «Sobald das Geld weg war, wurden die Opfer abgeschnitten. Sie blieben ohne Antworten, ohne Geld und oft auch ohne Abschluss zurück», so Olson.
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Der FBI-Sonderermittler äusserte zudem Bedenken zu möglichen Nachahmertaten: «Wir waren überrascht, wie viele Menschen in so kurzer Zeit zu Opfern wurden. Und dass sich dann noch so viele weitere gemeldet haben.»
«Unsere Sorge ist, dass dieser Betrug von Personen nachgeahmt werden könnte, die da draussen mit ähnlichen Maschen andere Menschen ausbeuten.» Der Betrug soll laut FBI von Februar 2022 bis zur Verhaftung angedauert haben – in Kalifornien, Oregon, Washington und Idaho.
















