Klar mit 6:3 und 6:4 musste sich Dominic Stricker dem Polen Kacper Zuk im Halbfinal am 26. März 2022 am FlowBank Challenger in Biel geschlagen geben.
Dominic Stricker Swiss Tennis
Viele Zuschauer wollten Dominic Stricker am FlowBank Challenger in Aktion sehen. - Swiss Tennis

Vorerst gibt es keinen weiteren Challenger-Final für Dominic Stricker. Die Nummer 157 der Welt unterlag Kacper Zuk aus Polen (ATP 187) in zwei Sätzen. Zuk trifft im Final vom Sonntag auf den Österreicher Jurij Rodionov, der sich gegen Filip Honransky in drei Sätzen durchsetzen konnte. Die Sieger im Doppel heissen Pierre-Hugues Herbert / Albano Olivetti (FRA).

So hatte es sich das Publikum in der Jan Group Arena in Biel sicher nicht vorgestellt. Denn es war ein veritabler Fehlstart, den der 19-jährige Berner Dominic Stricker vor den rund 400 Zuschauern hinlegte. Nach wenigen Minuten und einem abgegebenen Servicegame lag er gegen den in der Weltrangliste rund 30 Plätze hinter ihm klassierten Polen Kacper Zuk bereits mit 0:3 zurück.

Fünf Break-Chancen konnte Stricker im ersten Satz nicht nutzen, während Zuk den Break-Vorsprung über die Runden brachte und den ersten Durchgang mit 6:3 gewann. Stricker, der in nichts an seinen gestrigen konzentrierten und spritzigen Auftritt erinnerte, musste auch zu Beginn des zweiten Satzes gleich seinen Aufschlag abgeben.

Stricker verliert klar in zwei Sätzen

Fehler reihte sich an Fehler, und erst beim Stand von 3:4 kam der als Nummer drei gesetzte Grosshöchstetter zu seiner ersten Break-Mmöglichkeit, die er auch verwerten konnte. Um gleich darauf seinen Aufschlag erneut abzugeben. Nach 1 Stunde und 13 Minuten und 6:3, 6:4 stand Kacper Zuk als erster Finalist der diesjährigen Ausgabe des FlowBank Challengers fest.

«Es war heute für mich ein schwieriger Tag, er hat gut gespielt und mir hat klar die Energie gefehlt», zog Stricker nach dem Aus ein erstes Fazit. Viel Zeit zum Erholen bleibt Stricker jedoch nicht. Bereits nächste Woche tritt er als Titelverteidiger beim Challenger-Turnier in Lugano an.

Im zweiten Halbfinal standen sich der Slowake Filip Horansky und der Österreicher Jurij Rodionov gegenüber. Der Slowake startete fulminant ins Match und gestand seinem Gegner im ersten Satz, der knappe 20 Minuten dauerte, kein Game zu. Der zweite Umgang verlief dann ausgeglichener, mit Breakchancen auf beiden Seiten. Es war diesmal Rodionov, der eine seiner sechs Chancen nutzen konnte und mit 6:4 den dritten Satz perfekt machte.

Und auch dort war es der Österreicher, der zuerst zu einem Servicedurchbruch kam (3:2) und kurz darauf einen zweiten zum Matchgewinn verwerten konnte. «Nach dem ersten Satz habe ich einfach versucht, mich zu erinnern, wie hart ich die letzten Monate gearbeitet und trainiert habe und wie fest ich mir diesen Finaleinzug verdienen wollte», erklärte Rodionov im Platzinterview seine Taktik nach dem 0:6.

Heimvorteil für Doppelsieger Herbert

Im Doppel gewannen die topgesetzten Franzosen Pierre-Hugues Herbert und Albano Olivetti ein unterhaltsames Final gegen die Inder Purav Raja und Ramkumar Ramanathan mit 6:3, 6:4. Der mehrfache Grand-Slam-Sieger im Doppel Herbert, der oft bei Swiss Tennis in Biel trainiert, konnte somit zumindest im Doppel vom «Heimvorteil» profitieren. Es ist der insgesamt sechste Titel auf Challenger-Stufe für das Duo Herbert und Olivetti, die vor genau zehn Jahren ihren ersten gemeinsamen Erfolg feiern konnten.

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