Carlos Alcaraz: Ex-Spieler zweifelt Einzel-Rückkehr bei US Open an
Nach über vier Monaten Pause will Carlos Alcaraz an den US Open zurückkehren. Ein Ex-Spieler hat Zweifel und vermutet, dass ein «PR-Gag» dahinterstecken könnte.

Das Wichtigste in Kürze
- Carlos Alcaraz hat nach langer Verletzungspause sein Comeback in New York angekündigt.
- Ex-US-Open Finalist Greg Rusedski zweifelt: «Vielleicht ist es nur ein Marketing-Gag.»
- Der Ex-Spieler glaubt, dass Alcaraz womöglich nur im Mixed-Doppel mit Serena Williams antritt.
Mehr als vier Monate nach seinem letzten ATP-Spiel steht Carlos Alcaraz vor seiner Tennis-Rückkehr. Die letzten Turniere musste er noch absagen, an den US Open ist der siebenfache Grand-Slam-Sieger nun wieder dabei.
Aber ist der 23-Jährige nach seiner hartnäckigen Handgelenksverletzung wirklich wieder fit genug? Ex-Weltnummer-4 Greg Rusedski äussert im Podcast «Off Court» Zweifel: «Ich wünsche mir, dass er gesund ist. Aber ich glaube, es wäre unklug, zu spielen.»

Ausgerechnet bei einem Grand-Slam-Turnier zurückzukehren, hält der 52-Jährige für keine gute Idee. Der Grund: Anders als in anderen Turnieren wird im «Best of Five»-Modus gespielt, dadurch dauern Matches deutlich länger.
«Vielleicht nur ein Marketing-Gag»
Beim Masters in Cincinnati (im «Best of Three»-Modus) hatte Alcaraz zuletzt aber noch abgesagt. Deshalb spekuliert Rusedski: «Vielleicht ist sein Comeback nur ein Marketing-Gag.»

Seit Dienstag findet an den US Open der Mixed-Doppel-Event statt. In diesem trat Alcaraz an der Seite von Tennislegende Serena Williams (44) an (und scheiterte gegen Belinda Bencic und den Italiener Flavio Cobolli). Rusedski befürchtet, dass sich die Alcaraz-Rückkehr auf dieses Doppel-Event beschränken wird.
Der Ex-US-Open-Finalist sagt: «Wenn das alles nur ein Gag ist, wäre das sehr traurig. Sein Ex-Trainer Juan Carlos Ferrero hätte so eine Geschmacklosigkeit unterbunden. Aber er hätte ihn auch nicht spielen lassen, wenn noch ein Risiko besteht.»
Tennis-Analyst traut Alcaraz sogar den Titel zu
Offiziell ist Carlos Alcaraz neben dem Mixed-Doppel auch für das Einzelturnier ab Sonntag angemeldet. Und viele Tennis-Experten sind deutlich optimistischer als Rusedski.

Ex-US-Open-Champion Andy Roddick hält das Risiko einer frühen Niederlage für gross. Trotzdem sagt der 43-Jährige in seinem Podcast: «Seine Teilnahme ist schon ein Sieg fürs Tennis. Der aufregendste Spieler kehrt zurück.»
Tennis-Analyst Gill Gross sieht Alcaraz in Abwesenheit von Weltnummer 1 Jannik Sinner sogar als einen Titel-Kandidaten. Er sagt auf seinem YouTube-Kanal: «Er ist wie Nadal, für ihn gelten die Regeln des Tennis nicht. Er kann direkt wieder gewinnen – unterschätzt ihn nicht!»
Alcaraz: «Ich habe das alles so vermisst»
Carlos Alcaraz selbst freute sich nach dem ersten Training vor Zuschauern in New York: «Ich habe das alles in den letzten Monaten so sehr vermisst. Es ist perfekt hier zurückzukommen, weil dieses Turnier sehr speziell für mich ist.»

In Flushing Meadows feierte Alcaraz 2022 seinen ersten Major-Titel. 2025 holte er zum zweiten Mal die US Open-Trophäe. Jetzt kehrt der Titelverteidiger zurück – auch wenn noch nicht alle an ein Comeback glauben.
















