Samuel Giger siegt am Kilchberg-Schwinget – Hypnose als Schlüssel?

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Frauenfeld,

    Nach dreimonatiger Verletzungspause kommt Samuel Giger für den Kilchberg-Schwinget zurück – und triumphiert. Dem Thurgauer half auch ein Hypnotiseur.

    samuel giger
    Samuel Giger nutzt die Hilfe eines Sporthypnotiseurs. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Samuel Giger triumphiert am Kilchberg-Schwinget – wohl auch dank Hypnose.
    • Ein Sporthypnotiseur begleitete ihn in der Reha und am Anlass.
    • Vor dem Wettkampf musste der Thurgauer wegen einer Verletzung drei Monate pausieren.

    Überraschend triumphierte Samuel Giger beim Kilchberg-Schwinget. Der Thurgauer hatte seit Monaten mit Verletzungen zu kämpfen, die Vorbereitung war alles andere als optimal.

    Einen grossen Anteil am Erfolg des ersten Schwing-Profis hatte wohl auch Adrian Brüngger, ein Sport-Hypnotiseur und ehemaliger Handball-Trainer.

    Auf Linkedin schreibt der Mentalcoach von Giger über den Erfolg. Der Schwinger habe das Erlebnis so beschrieben: «Der ganze Tag lief wie im Film ab.»

    Und genau das sei der Zustand, den Athleten erreichen wollten: Dass es nur sie selbst und den Sport gebe, keine Ablenkung, Fokus einzig auf die Aufgabe, die Emotionen, die Stärken.

    Als Sporthypnotiseur habe er etwas zur mentalen Stärke des Schwingers beigetragen, schreibt Brüngger. Er habe Giger geholfen, das Vertrauen in sich selbst und in seine zuletzt verletzte Schulter zu stärken.

    Und er habe dazu beigetragen, den richtigen Mix aus Hunger nach dem Sieg, Überzeugung, Lockerheit und Spass zu erlernen.

    Hypnotiseur bereitete Samuel Giger auf jeweils nächsten Gang vor

    In der Reha vertraute Giger auf Brüngger und dessen Unternehmen, das der Trainer mit einem Freund gegründet hatte. So war der Mentalcoach während der gesamten Vorbereitung beim Schwinger. Auch in Kilchberg war Brüngger vor Ort und bereitete Giger jeweils auf den nächsten Gang vor.

    Glaubst du an Hypnose?

    Samuel Giger verpasste wegen einer Verletzung die Wintervorbereitung. Im Frühsommer erlitt er eine Schulterverletzung, die ihn monatelang ausser Gefecht setzte.

    Der letzte Wettkampf vor dem Kilchberg-Schwinget lag drei Monate zurück. Dennoch überzeugte Giger und bodigte im Schlussgang den ebenfalls überraschenden Marcel Bieri.

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    Kommentare

    User #4895 (nicht angemeldet)

    Der richtige Sieger: Bieri Marcel! Wie easy er den letzten Gang verloren hat! Nichts verbissenes… einfach Freude pur!!👏

    Albert Hudson

    Mentale Stärke kann sehr stark über Sieg und Niederlage entscheiden. Speziell in einer Sportart in welcher in Ganz kurzer Zeit viel Energie freigesetzt werden muss.

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