Das waren genug Berge. Bei der 108. Tour de France wird es von nun an flacher, für die Sprinter gibt es noch zwei Chancen. Während André Greipel sich selbst beschenken könnte, hat der Brite Mark Cavendish die Chance auf eine alleinige Bestmarke.
Kann auf der 19. Etappe seinen 35. Tour-Tagessieg holen: Mark Cavendish. Foto: David Stockman/BELGA/dpa
Kann auf der 19. Etappe seinen 35. Tour-Tagessieg holen: Mark Cavendish. Foto: David Stockman/BELGA/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pyrenäen sind geschafft, Titelverteidiger Tadej Pogacar hat nach den Alpen auch diesen Teil der 108.

Tour de France geprägt. Nun folgt das Finalwochenende mit zwei Sprintetappen am Freitag (nach Libourne) und Sonntag (nach Paris) und dazwischen einem Einzelzeitfahren.

Diese 207 Kilometer wird das Feld geniessen, denn es geht erstmals seit Tagen nicht nur rauf und runter. Der einzige Hügel ist der Côte de Bareille, der nur 1,9 Kilometer lang ist und direkt in der Anfangsphase des Rennens ansteht. Danach geht es auf flachem Kurs in Richtung Libourne, wo ein Massenfinale der besten Sprinter erwartet wird.

Der Weg führt nur über Mark Cavendish. Der Brite vom Rennstall Deceuninck-Quick-Step hat bislang vier von vier Sprints für sich entschieden, sein Team bereitet diese Ankünfte so ideal vor, dass der 36-Jährige auf der Zielgeraden nur noch vollenden muss. Gewinnt «King Cav», wäre es der 35. Tagessieg beim grössten Radrennen der Welt. Legende Eddy Merckx, der 34 Mal gewann und dessen Rekord bereits eingestellt wurde, wäre in dieser Kategorie abgelöst.

Pogacars Vorsprung auf den ersten Verfolger Jonas Vingegaard (Dänemark) beträgt 5:45 Minuten, die Tour 2021 ist nach realistischem Massstab entschieden. Für den dominanten Slowenen geht es nun nur noch darum, wie gross sein Vorsprung auf den Champs-Élysées ausfällt - und ob er am Samstag beim Kampf gegen die Uhr noch eine vierte Etappe gewinnen kann. Auch auf den weiteren Plätzen im Gesamtklassement sollte sich an diesem Freitag nichts ändern.

Grund zum Feiern gibt es auf jeden Fall, denn André Greipel wird 39 Jahre alt. Eigentlich wäre es der ideale Zeitpunkt für den Mann mit dem Spitznamen «Gorilla», seine bisher solide Tour mit einem Überraschungscoup zu krönen. Auf der Etappe nach Libourne bietet sich dafür am Sonntag in Paris noch eine weitere Chance.

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