Thierry Neuville will Formel-1-Regeln im Rallye-Sport

    Stefan Bühler
    Stefan Bühler

    Chile,

    Thierry Neuville ist nicht zufrieden mit den Regeln der WRC-Leitung. Er möchte auch in der Rallye-WM einen Rennleiter, wie es ihn in der Formel 1 gibt.

    Thierry Neuville Rallye
    Thierry Neuville fährt seinen Hyundai i20 WRC im Rally Chile 2019. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Thierry Neuville wurde nach einer roten Flagge eine fiktive Zeit berechnet.
    • Er ist nicht zufrieden mit dieser Entscheidung und wünscht sich eine Regeländerung.

    Der belgische Rallyfahrer Thierry Neuville ist nicht zufrieden mit den Entscheidungen, die die WRC-Rennleitung für ihn getroffen hat. In der zweiten Stage der Rallye Chile wurde ihm die rote Flagge gezeigt.

    Die Rennleitung hatte Neuville zu früh auf die Etappe geschickt. Mit der roten Flagge wollte man verhindern, dass er die vor ihm fahrenden Autos einholen würde. Ihm wurde dann eine fiktive Zeit zugeschrieben, die 6,6 Sekunden langsamer war als die seines Konkurrenten Ott Tänak.

    «Wie haben sie sich für diese Zeit entschieden?» fragte Neuville «Motorsport.com» «In der ersten Prüfung war ich 0,7 Sekunden langsamer als Tänak, und auf der dritten 0,7 Sekunden schneller. Aber auf der zweiten Prüfung entschieden sie, ich solle 6,6 Sekunden verloren haben.»

    «Wir brauchen eine Regeländerung, dass bei jeder Rallye immer nur eine Person verantwortlich ist, so wie in der Formel 1. Diese Person kann dann jedes Mal die gleiche Regel anwenden und wird einen Überblick haben, was wir tun. So ist es jedes Mal nur frustrierend.»

    FIA-Rallye-Direktor Yves Matton ist mit Thierry Neuville einverstanden. Er meint aber, dass die fiktive Zeit immer ein inexaktes Verfahren sei. Nicht jeder könne glücklich gemacht werden. Matton betonte jedoch auch, dass der neue FIA-Sportverantwortliche Timo Rautiainen eine ähnliche Rolle einnimmt, wie von Neuville gewünscht.

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