Sebastian Vettel nutzt seine Popularität, um sich für gesellschaftliche Themen einzusetzen. Damit stösst er bei den F1-Entscheidungsträgern kaum auf Gegenliebe.
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Sebastian Vettel im Einsatz für Aston Martin in der Formel 1. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Sebastian Vettel äussert sich häufig öffentlich zu gesellschaftlichen Themen.
  • Der vierfache Formel-1-Weltmeister setzt sich unter anderem für Klimaschutz ein.
  • Damit eckt er offenbar bei den Entscheidungsträgern der Formel 1 an.

Das gesellschaftliche Engagement von Sebastian Vettel ist nicht bei jedem in der Formel 1 gern gesehen. «Mittlerweile ist es so, dass manche ein bisschen Panik ergreift, wenn diese Themen aufkommen», so der Deutsche zur DPA.

Vettel nimmt sich in sozialen und politischen Fragen zuletzt kein Blatt mehr vor den Mund. So äusserte sich der vierfache Weltmeister intensiv zu Klimaschutz und Menschenrechten. Den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verurteilte er als erster Fahrer.

Sebastian Vettel Ukraine Bahrain
Sebastian Vettel (Aston Martin) bei den Testfahrten der Formel 1 in Bahrain mit einem Spezialhelm in den ukrainischen Farben. - dpa

Deshalb sei er «nicht gerade der beliebteste Fahrer in den Augen der Formel-1-Organisation», sagte Sebastian Vettel. «Da gibt es Leute, die unheimlich gerne Einfluss nehmen wollen auf das, was ich dazu sage.»

«Mir kann aber niemand sagen, was ich zu sagen oder nicht zu sagen habe. Auch wenn das nicht gerne gesehen wird, was ich dann sage», fügte der viermalige Weltmeister hinzu.

Sebastian Vettel verpasst Saudi-GP

Beim umstrittenen Rennen in Saudi-Arabien am Sonntag wird Aston-Martin-Fahrer Vettel wegen einer Corona-Infektion fehlen. An seiner Stelle sitzt wie schon beim Saisonauftakt in Bahrain Nico Hülkenberg im Cockpit.

Das Königreich steht wegen seiner schlechten Menschenrechtsbilanz und seiner Beteiligung am Krieg im Jemen stark in der Kritik. Einen Boykott solcher Rennen und Orte hält Vettel jedoch für schwierig.

Sebastian Vettel Aston Martin
Sebastian Vettel (Aston Martin) bei den Vorsaison-Testfahrten der Formel 1 in Bahrain. - dpa

Man könne aber mit dem Gedanken dort auftreten: «Wir vertreten unsere westlichen Werte, zeigen unsere Freiheit und stehen dafür ein.» Als bezahlter Gast seien Kritik und Aktionen nicht einfach. «Andererseits gibt es gewisse Werte, für die wir einstehen müssen.»

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