Den Saisonstart der Formel 1 hat Sebastian Vettel nach einem positiven Corona-Test verpasst. Vor dem Fernseher erlebte er ein Debakel für Aston Martin mit.
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Sebastian Vettel (Aston Martin) bei den Vorsaison-Testfahrten der Formel 1 in Bahrain. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Aston Martin erlebt beim Formel-1-Saisonauftakt in Bahrain ein Desaster.
  • Nur Williams ist noch langsamer als das Team von Sebastian Vettel.
  • Hat der Deutsche überhaupt noch Lust, für Aston Martin zu fahren?

Viel schlechter hätte die neue Saison für Sebastian Vettel kaum beginnen können: Der vierfache Weltmeister verpasst den Saisonauftakt in Bahrain. Ein positiver Corona-Test zwingt den Aston-Martin-Star zum Zuschauen.

Am Sonntagabend dürfte sich Vettels Ärger über die Zwangspause dann allerdings in Grenzen gehalten haben. Denn der 34-Jährige musste von zu Hause aus mitansehen, wie sein Aston-Martin-Team am Ende des Feldes umhergurkte.

Aston Martin mit Debakel zum Saisonstart

Weder Vettel-Ersatzmann Nico Hülkenberg noch Teamkollege Lance Stroll kamen mit dem neuen AMR22 auf Touren. Beim Saisonstart in der Wüste hatte man nur noch das ebenfalls kriselnde Williams-Team hinter sich.

Formel 1 Aston Martin
Mick Schumacher (Haas F1) vor Nico Hülkenberg (Aston Martin). - dpa

Und ob es aufwärtsgeht für die britische Traditionsmarke, ist mehr als fraglich. Dem Mercedes-Motor im Heck des Aston Martin fehlt es an Leistung. Und die Motoren-Entwicklung ist eingefroren, die Lücke bleibt also bestehen.

Und auch der Rest des AMR22 ist offenbar kein Erfolgskonzept: Aston Martin hatte in Bahrain mit massivem Porpoising zu kämpfen. Das zwingt zu Set-up-Kompromissen, die wiederum Performance kosten.

Will Sebastian Vettel sich das noch antun?

Dass Sebastian Vettel wie im Vorjahr an chaotischen Renn-Sonntagen auf dem Podest steht, ist unwahrscheinlich. Und das wirft die Frage auf, ob sich der 34-Jährige eine Rückkehr ins Cockpit überhaupt antun möchte.

Sebastian Vettel Aston Martin
In Ungarn stand Sebastian Vettel im Vorjahr auf dem Podest, wurde nachträglich aber disqualifiziert. - Keystone

Denn: Beim Abschied von Ferrari hat der Deutsche von Erfolgen gesprochen, die er noch feiern will. Die sind aktuell für Aston Martin wohl noch mindestens einige Jahre entfernt. Kaum vorstellbar, dass Vettel dann noch im Auto sitzen möchte.

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