Max Verstappen hat seine Motoren-Strafe in Russland mit minimalem Schaden abgesessen. Nun gesteht Mercedes: Auch bei Lewis Hamilton droht eine Rückversetzung!
Lewis Hamilton Mercedes Monza
Lewis Hamilton (Mercedes) beim Italien-GP der Formel 1. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Lewis Hamilton hat mit dem Sieg beim Russland-GP die WM-Führung zurückerobert.
  • Sein WM-Rivale Max Verstappen sass eine Motoren-Strafe ab und startete als Letzter.
  • Auch Hamilton droht im weiteren Saisonverlauf noch eine Rückversetzung.

Wird der Kampf um den Weltmeistertitel in der Formel 1 am Ende durch eine Startplatz-Strafe entschieden? Bis zum Russland-GP wähnte man sich bei Red Bull dahingehend im Nachteil. Max Verstappen brauchte nach dem Silverstone-Crash einen zusätzlichen Motor.

Wer wird Weltmeister in der Formel 1?

Auf dem seit jeher von Mercedes dominierten Rundkurs in Sotschi rechnete man sich beim österreichischen Rennstall wenig Chancen aus. Also biss man in den sauren Apfel, tauschte den Motor, kassierte die Strafe – und rettete Platz zwei.

Ist jetzt Mercedes unter Zugzwang?

Schadensbegrenzung bei Red Bull – und womöglich ein wichtiger Faktor im Titelkampf. Denn Mercedes gesteht nach dem Sieg von Lewis Hamilton in Russland, dass auch dem Briten womöglich eine Rückversetzung droht.

Lewis Hamilton Mercedes Russland
Lewis Hamilton (Mercedes) feiert seinen Sieg beim Russland-GP der Formel 1. - keystone

Der siebenfache Weltmeister erlitt bei Verstappens Heim-GP in Zandvoort im Training einen Motorschaden. Für die restlichen sieben Rennen hat der Brite also nur noch zwei Motoren im Kontingent.

«Ich versuche, meine Motoren mit grösstmöglicher Sorge zu behandeln», sagte der Brite in Russland. «Einen habe ich schon verloren, Valtteri schon mehrere.» Der Finne baute in Monza einen neuen Motor ein, der aber schon in Russland ersetzt werden musste.

«Es ist ein schmaler Grat»

«Im Moment müssen wir ein paar Bälle in der Luft halten», meint Teamchef Toto Wolff. «Wir müssen die richtige Balance finden. Es geht auch darum, für nächstes Jahr mögliche Fehler in der Power Unit auszumerzen», so der Österreicher.

Toto Wolff Mercedes Russland
Toto Wolff, Teamchef von Mercedes, im Rahmen des Russland-GP der Formel 1. - Keystone

Der Motor, der bei Bottas in Italien eingebaut wurde, wird nun genau untersucht. «Es geht immer um das Verhältnis von Zuverlässigkeit und Leistung. Das ist ein schmaler Grat, den man erwischen muss. Einen Ausfall können wir uns in der WM nicht leisten.»

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