Hamilton ruft Kommission im Kampf gegen Rassismus ins Leben

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    Grossbritannien,

    Weltmeister Lewis Hamilton will mit der Gründung einer Kommission mehr Schwarzen den Weg in die Formel 1 ebnen.

    «Die Zeit der Binsenweisheiten und symbolischen Gesten ist vorbei», sagt Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa
    «Die Zeit der Binsenweisheiten und symbolischen Gesten ist vorbei», sagt Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Formel 1-Pilot Lewis Hamilton will eine Kommission gegen Rassismus.
    • Hamilton will Schwarze für Wissenschaft, Technik und Mathematik begeistern.

    Weltmeister Lewis Hamilton will mit der Gründung einer Kommission mehr Schwarzen den Weg in die Formel 1 ebnen.

    Er wolle dafür sorgen, dass der Motorsport in 20 Jahren «so divers sein wird, wie es die komplexe und multikulturelle Welt ist, in der wir leben». So schreibt es der 35 Jahre alte Brite in einem Gastbeitrag für die «Sunday Times». Darin berichtete Hamilton erneut von seinem Kampf gegen den Rassismus, den er über seine gesamte Rennfahrer-Karriere hinweg erlebt habe. «Ich hoffe, dass die Hamilton-Kommission echten, greifbaren und messbaren Wandel ermöglichen wird», schrieb der Mercedes-Pilot.

    Politiker und Firmenchefs einspannen

    Gemeinsam mit der Königlichen Akademie für Ingenieurwissenschaft soll die Kommission untersuchen, wie mithilfe des Motorsports mehr junge Schwarze für Wissenschaft, Technik und Mathematik begeistert werden könnten. Dabei will Hamilton auch führende Politiker und Firmenchefs einspannen. «Die Zeit der Binsenweisheiten und symbolischen Gesten ist vorbei», bekräftigte der Silberpfeil-Star.

    lewis hamilton
    Formel 1-Rennfahrer Lewis Hamilton. - keystone

    Erneut kritisierte Hamilton die Situation in der Formel 1. «Es fühlt sich an, als wäre nur ein bestimmter Typ Mensch in diesem Sport wirklich willkommen, jemand, der ein bestimmtes Aussehen hat, aus einer bestimmten Lebenswelt kommt, ein bestimmtes Muster erfüllt und sich an bestimmte ungeschriebene Regeln hält», schrieb der sechsmalige Champion.

    In den vergangenen Wochen hatte sich Hamilton immer wieder mit emotionalen und eindringlichen Worten in die Debatte um Rassismus in aller Welt eingeschaltet. Er unterstützte nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd bei einer Polizeiaktion in den USA die Proteste und die «Black-Lives-Matter»-Bewegung. Zudem warf er der Formel 1 vor, ein «von Weissen dominierter» Sport zu sein. Mercedes und eine Reihe von Fahrerkollegen solidarisierten sich danach mit Hamilton.

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