Formel E: Ärger über Termin-Kollision mit Langstrecken-WM

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Deutschland,

    Acht Fahrer im Starterfeld der Formel E treten zugleich auch in der Langstrecken-WM an. Eine Termin-Kollision sorgt nun aber für Diskussionen.

    Formel E Sébastien Buemi
    Sébastien Buemi ist einer von zwei Schweizern, die der Langstrecken-WM den Vorzug vor der Formel E geben. - FIA Formula E

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zum zweiten Mal in der Geschichte der Formel E gibt es eine Überschneidung mit der WEC.
    • Der Berlin-ePrix ist ein Double-Header, die WEC fährt in Spa nur am Samstag.
    • Drei Teams hoffen auf eine Regeländerung, damit ihre Fahrer nicht zwei Rennen verpassen.

    Seit 2017 waren die Termine von Formel E und WEC immer abgestimmt – bis zur Saison 2024. Der Berlin-ePrix findet nun am selben Wochenende wie das 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps statt. Vier von acht Piloten, die in der Formel E und der WEC fahren, haben sich für die Elektroserie entschieden.

    Formel E Sébastien Buemi
    Sébastien Buemi gibt der WEC den Vorzug vor der Formel E. - FIA Formula E

    Vier andere Fahrer müssen jedoch ihre Verträge erfüllen und beim Rennen in Belgien antreten. Das gilt auch für die Schweizer Sébastien Buemi (Envision/Toyota) und Nico Müller (ABT Cupra/Peugeot). «Nico wird für uns fahren, das steht in seinem Vertrag», bestätigt Stellantis-Motorsportchef Jean-Marc Finot gegenüber Sportscar365.

    Fahrerwechsel nur bei «höherer Gewalt»

    Das Langstreckenevent findet am Samstag statt, während der deutsche E-Prix ein «Double-Header» mit Rennen am Samstag und Sonntag ist. Theoretisch könnten die Fahrer also am Sonntag in Berlin antreten.

    Das aktuelle Sportliche Reglement verbietet dies jedoch, da ein Double-Header als eine Veranstaltung gilt. Fahrerwechsel während eines Events sind laut FIA-Regularien aber nur bei «höherer Gewalt» zulässig.

    Nico Müller Formel E
    Nico Müller im Einsatz für ABT Cupra in der Formel E. - FIA Formula E

    Diese Regel könnte allerdings rechtzeitig vor der Termin-Kollision angepasst werden. Dafür bräuchte es allerdings wohl die Zustimmung aller Teams. Allerdings haben einige Rennställe ihren Fahrern im Vorhinein ein Doppel-Programm untersagt. Ob sie für eine späte Regel-Anpassung zu haben wären, ist fraglich.

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