Formel 1 – Mercedes rätselt nach Quali-Debakel: Update ein Flop?
Mercedes erlebt beim Qualifying zum Bahrain-GP der Formel 1 in Malaysia eine herbe Enttäuschung. Das grosse Update-Paket erweist sich als Rückschritt.

Das Wichtigste in Kürze
- Mercedes brachte ein umfassendes Update-Paket zum Bahrain-Grand-Prix nach Malaysia.
- Doch das Paket funktioniert nicht: Auf den Geraden fehlt Top-Speed, in den Kurven untersteuert der W17.
- Teamchef Toto Wolff zeigt sich ratlos – hofft aber, das grosse Upgrade noch retten zu können.
Mercedes reiste in der Formel 1 mit einem umfangreichen Update-Paket zum Grand Prix von Bahrain nach Malaysia. Doch nach dem ersten Ernstkampf mit dem neuen Update am W17 herrscht Ernüchterung: WM-Leader Kimi Antonelli qualifizierte sich nur auf Startplatz vier, George Russell landete auf Platz acht.
Teamchef Toto Wolff machte bei Servus TV keinen Hehl aus der Enttäuschung: «Wir haben ein Upgrade aufs Auto gegeben, das überhaupt nicht funktioniert. Wir verlieren auf allen Geraden – das heisst, wir haben zu viel Luftwiderstand. Etwas, was so nicht absehbar war, also da sind einige Hausaufgaben zu machen.»

Dank einer Strafversetzung von Red-Bull-Pilot Isack Hadjar rücken zwar beide Fahrer für das Rennen am Sonntag je einen Platz vor. Doch der Schaden ist angerichtet: Startplatz sieben ist für Russell ein neuer persönlicher Tiefstwert in dieser Saison.
Warum fährt die Formel 1 in Malaysia statt Bahrain?
Aufgrund der unsicheren Lage im Nahen Osten durch den Iran-Krieg wurde der Bahrain-GP nach Malaysia verlegt. Offiziell trägt das Rennen den Namen "Bahrain Grand Prix in Malaysia". Die Veranstalter des Bahrain-GP übernehmen die Organisation, die Promotion und die Kosten für das Event in Sepang. Eine dauerhafte Rückkehr auf den Kult-Kurs nahe Kuala Lumpur ist aber nicht geplant.
Mercedes in der Formel 1 plötzlich im Formtief
Bereits am Freitag hatte Mercedes Probleme mit dem Fahrverhalten festgestellt. Wolff erklärte bei Sky: «Es ist sehr schwer zu verstehen. Am Freitag wurden wir etwas überrascht von einem Fahrverhalten, das wir das ganze Jahr über so nicht gesehen hatten.»

Der Österreicher verwies auf die Streckenbedingungen in Malaysia als möglichen Faktor. Dennoch hatte das dritte Training noch Hoffnung gemacht, Antonelli fuhr dort die Bestzeit. «Am Morgen sah es wirklich gut aus», so Wolff. «Doch im Qualifying fielen wir wieder in das alte Muster zurück, es fehlt Performance.»
Kann Mercedes das Upgrade-Paket noch retten?
Als Hauptursache nannte Wolff den hohen Luftwiderstand des runderneuerten W17. Der kostet Höchstgeschwindigkeit auf den langen Geraden in Sepang: Während Pole-Mann Max Verstappen mit bis zu 310,7 km/h unterwegs war, erreichte Antonelli nur 306,6 km/h.

Zusätzlich zeigte der Mercedes Schwächen in langsamen Kurven. «Wir bekommen das Auto nicht um die Ecke, es gibt einfach zu viel Untersteuern», so Wolff. Trotzdem glaubt der Österreicher weiter an das neue Paket: «Wir müssen jetzt die Daten durchgehen und uns beraten, denn wir glauben nach wie vor, dass das Upgrade funktioniert.»
















