Südafrikas Regierung startet Kampagne für Läuferin Semenya

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    Südafrika,

    Südafrika hat eine neue Kampagne zur Unterstützung der 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya gestartet.

    Führt einen Rechtsstreit gegen den IAAF: Leichtathletin Caster Semenya. Foto: Hendrik Schmidt
    Führt einen Rechtsstreit gegen den IAAF: Leichtathletin Caster Semenya. Foto: Hendrik Schmidt - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Regelung sei eine Verletzung von Semenyas Menschenwürde, Privatsphäre und ein Fall von Diskriminierung, sagte Südafrikas Sportministerin Tokozile Xasa.

    Unter dem Motto «naturally superior» (etwa: von Natur aus besser) stellt sich die Regierung hinter die 28-jährige Leichtathletin, deren Fall nächste Woche vom Internationalen Sportgerichtshofs CAS in Lausanne verhandelt wird. Die dreimalige Weltmeisterin wehrt sich gegen eine Regel des Weltverbandes IAAF, die Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen vorsieht.

    Die Regelung sei eine Verletzung von Semenyas Menschenwürde, Privatsphäre und ein Fall von Diskriminierung, sagte Südafrikas Sportministerin Tokozile Xasa. Es sei inakzeptabel, dass gesunde Frauen sich einer Hormonbehandlung unterziehen sollten. Die Regierung werde Semenya juristisch beistehen, so die Ministerin.

    Der Regelung zufolge sollen Frauen das Startrecht für bestimmte Rennen nur erhalten, wenn ein spezifischer Testosterongehalt im Blut (5 Nanomol pro Liter) nicht überschritten wird. Läuferinnen müssten künftig «innerhalb einer durchgehenden Periode von mindestens sechs Monaten - beispielsweise durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel» - ihren erhöhten Wert dauerhaft reduzieren.

    Semenya steht seit Jahren im Mittelpunkt einer Debatte über Hyperandrogenismus und Intersexualität. Mit ihrem Sieg bei der WM 2009 in Berlin hatte Semenya die weltweite Diskussion um Chancengleichheit und die Würde von Athletinnen mit hohen Testosteronwerten ausgelöst.

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