Der britische Sprinter Chijindu Ujah, der bei den Olympischen Spielen in Tokio mit der 4x100-Meter-Staffel Silber gewann, steht unter Dopingverdacht und ist deswegen vorläufig gesperrt worden.
Der britischen 4x100-Meter-Staffel um Chijindu Ujah (2.v.r.) droht der Verlust der Silber-Medaille. Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa
Der britischen 4x100-Meter-Staffel um Chijindu Ujah (2.v.r.) droht der Verlust der Silber-Medaille. Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

Das teilte die unabhängige Integritätskommission des Leichtathletik-Weltverbandes (Aiu) mit.

Ujah ist einer von vier Athleten, die bei den Spielen positiv auf eine verbotene Substanz getestet und am Donnerstag von der AIU namentlich genannt wurden. Laut AIU sei Ujah positiv auf zwei androgenrezeptorbindende Substanzen (SARMS), die in ihrer Wirkung anabolen und androgenen Steroiden ähneln, getestet worden.

Bestätigt die B-Probe den Befund, wird nicht nur dem 27-Jährigen Olympia-Silber aberkannt, sondern auch seinen Staffelkollegen Nethaneel Mitchell-Blake, Richard Kilty und Zharnel Hughes. Bei einer nachträglichen Disqualifikation würde Kanada auf den Silberrang rücken und China Bronze bekommen. Das deutsche Quartett wäre dann Fünfter statt Sechster.

Zudem stehen der Mittelstreckenläufer Sadik Mikhou aus Marokko, der georgische Kugelstosser Benik Abrahamyan und der kenianische 100-Meter-Sprinter Mark Otieno Odhiambo unter Dopingverdacht und wurden gesperrt.

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