Dominic Lobalu holt sich am Diamond-League-Meeting in Stockholm den Sieg über 3000 Meter. Als Flüchtling hat er eine ungewöhnliche Laufbahn hinter sich.
Flüchtling Lobalu
Mit neun Jahren flüchtete Dominic Lobalu aus dem Südsudan, seit 2019 ist er in der Schweiz. Nun startet der Langstreckenläufer in der Diamond League. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Stockholm gab Dominic Lobalu sein Debüt in der Diamond League.
  • Der 23-Jährige ist als Kind aus dem Südsudan geflüchtet.
  • Über 3000 Meter holte sich der 23-Jährige den Sieg, mit einer Jahresweltbestzeit.

Dominic Lobalu ist mit neun Jahren aus dem Südsudan geflüchtet. Mittlerweile ist der ehemalige Flüchtling ein Leichtathlet auf Weltniveau: Beim Diamond League Meeting in Stockholm lief Lobalu am Donnerstag erstmals auf der grossen Bühne.

Und wie: Der 23-Jährige feiert ein unglaubliches Debüt. Über 3000 Meter holt er sich bei seinem ersten Meeting bereits den Sieg. Mit 7:29,48 erreicht er einen neuen persönlichen Rekord und eine Jahresweltbestzeit. «Ich habe bis zum letzten Meter alles gegeben, denn erst im Ziel ist es vorbei», so der Läufer gegenüber SRF.

Nach seiner Flucht war der Langstreckenläufer Teil des Olympischen Flüchtlingsteams in Kenia. 2019 beantragte Lobalu erfolgreich Asyl in der Schweiz, mittlerweile trainiert er beim LC Brühl, wie das SRF berichtet.

Der Sieg in Stockholm ist der vorläufige Höhepunkt einer ungewöhnlichen Karriere, danach soll es aber noch weiter gehen: Lobalu will die Schweiz bei den Olympischen Spielen 2024 vertreten.

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