BSC Young Boys

    YB – Gerardo Seoane: «Vier verlorene Heim-Punkte schmerzen»

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Bern,

    Nach dem Heimspiel gegen Servette vom Samstag geht es für YB in die lange Nati-Pause. Schon vor der Partie spricht Gerardo Seoane über den Saisonstart.

    YB
    Trainer Gerardo Seoane spricht über den Saisonstart mit YB. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach acht Spielen ist YB noch unbesiegt: Vier Siegen stehen vier Remis gegenüber.
    • Trainer Gerardo Seaone schmerzen vor allem die beiden Heim-Unentschieden gegen Basel und Luzern.
    • Am Samstag gegen Servette (18 Uhr) fordert er «die beste Version» seines Teams auf dem Platz.

    YB bietet in dieser Saison bisher viel Spektakel: Nach acht Spielen sind die Berner noch ohne Niederlage, haben aber auch schon vier Remis auf dem Konto. Zuletzt resultiert im Spitzenkampf in Lugano ein 2:2.

    Mit einem Torverhältnis von 28:16 steht bei YB zuletzt häufig die Abwehr in der Kritik. Trainer Gerardo Seoane erklärt im Club-TV, warum er im Tessin mit der Defensive zufrieden war.

    «In diesem Spiel können wir mit unserer Defensiv-Leistung mehr zufrieden sein, als mit der Offensiv-Leistung. Damit meine ich die ganze Mannschaft». so Seoane.

    YB
    YB-Stürmer Samuel Essende beim 2:2 in Lugano. - keystone

    Der Trainer führt aus: «Gegen Luzern haben wir das Angriffspressing unserer Offensivspieler viel zu passiv gestaltet. Der Gegner hatte dadurch zu viel Zeit. Vor allem bei Ballverlusten war unser Gegenpressing zu wenig griffig. Lugano hatte hingegen fast keine Umschaltmomente, obwohl das eine ihrer grössten Stärken ist.»

    Seoane lobt: «Zudem war unsere Offensive war sehr disziplinert, was das Verteidigen angeht. Das Spiel ist ein gutes Beispiel, dass Verteidigen die ganze Mannschaft betrifft. Unsere Viererkette hatte weniger zu tun, weil wir kompakter gestanden sind.»

    Seoane: «Zuhause vier Punkte verloren – das schmerzt»

    Jetzt wartet noch ein Spiel, bevor es in die dreiwöchige Nati-Pause geht. Servette reist am Samstag nach Bern. «Auf der einen Seite freuen wir uns, dass wir zuhause spielen dürfen. Aber es hat einen faden Beigeschmack weil wir zuletzt zweimal nur remis gespielt haben.»

    YB
    Beim 3:3 gegen den FCB gibt YB zu Hause zwei Punkte ab. - keystone

    Gegen den FC Basel und gegen den FC Luzern resultiert jeweils ein 3:3. In beiden Spielen hätte YB aber die Chance gehabt, den Sack früher zuzumachen. Diese Unentschieden hätten einen «positiven Wert, wenn wir jetzt vor der Natipause zuhause noch gewinnen», sagt Seoane.

    Sein Team habe sich in vielen Punkten positiv weiterentwickelt. Auch die Ungeschlagenheit habe einen gewissen Wert, so der Trainer. «Aber wir haben zuhause vier Punkte liegengelassen, die schmerzen. Das wollen wir am Samstag mit unseren Fans auf die richtige Seite bringen.»

    Wie endet die Partie am Samstag im Wankdorf?

    Die Anforderungen an sein Team sind klar: «Wir wollen einen dominanten Auftritt zeigen, den Gegner unter Druck setzen. Ich erwarte von uns, dass wir die beste Version von uns auf den Platz bringen.»

    Mit dem Ende der Transferphase steht jetzt auch das Kader bei YB. Verteidiger Moritz Jenz komplettiert das Team, mit welchem Gerardo Seoane sehr zufrieden ist.

    YB
    Gerardo Seoane lobt die sportliche Leitung rund um Christoph Spycher. - keystone

    «In erster Linie glaube ich, dass die gesamte sportliche Führung einen hervorragenden Job gemacht hat. Auf den wichtigsten Positionen konnten wir uns sehr gut verstärken. Ich finde, dass wir ein sehr kompetitives Kader haben. Die Kadergrösse konnte reduziert werden, quasi alle sehen ihre Chance, zum Einsatz zu kommen.»

    Seoane über Jenz: «Glaube, da ist uns ein guter Zuzug gelungen»

    Der letzte Zuzug von Jenz sei auch gezwungenermassen getätigt worden. «In der Innenverteidigung fallen zwei wichtige Spieler (Zesiger und Wüthrich, d.Red.) länger aus. Wir hatten das Gefühl, dass es personell knapp werden könnte.»

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    YB muss zuletzt auf Abwehrchef Cedric Zesiger verzichten. - keystone

    Darum habe man kurz vor Transferschluss noch einmal interveniert. «Ich glaube, dass uns da ein guter Transfer gelungen ist», so Seoane.

    Beim 2:2 in Lugano gibt Moritz Jenz kurz vor Schluss sein Debüt für Gelb-Schwarz. Gut möglich, dass der Deutsche auch am Samstag zum Einsatz kommt.

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    Kommentare

    User #4873 (nicht angemeldet)

    Mit Benito+Ferandes gibts es keinen Titel,auch in dieser Saison.Solange Seoane nicht die besten Spieler zusammen spielen lässt,wird es nichts mit einem Titel. Dazu kommt das Lugano+Sion das stärkere jüngere Kader und das bessere Zusammenspiel haben als YB. Hoffentlich sind dann die neue IV Jenz und die Verletzten Wüthrich und Zesiger besser wenn sie zurück kommen. So wie es jetzt ist,wird die IV noch viele Male im Schilf stehen und Tore kassieren.

    User #5718 (nicht angemeldet)

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