Urs Fischer übertrumpft in Mainz sogar seine Union-Bilanz
Urs Fischer hat Mainz aus dem Abstiegskampf und in einen Europa-Viertelfinal geführt. Seine Punkteausbeute ist sogar noch besser als zuvor bei Union Berlin.

Das Wichtigste in Kürze
- Urs Fischer übernahm Mainz auf dem letzten Platz – und steht jetzt auf Rang elf.
- In der Liga waren seit der Amtsübernahme nur vier Teams besser als Fischers Mainzer.
- Mit 1,78 Punkten im Schnitt ist der 60-Jährige sogar noch erfolgreicher als bei Union.
Nach einem 2:0 in Bremen und dem Erfolg im Conference-League-Achtelfinal schlägt der FSV Mainz 05 auch Eintracht Frankfurt: Paul Nebel trifft per Doppelpack zum 2:1-Sieg. «Es ist die perfekte Woche», freut sich Erfolgscoach Urs Fischer.
Abstiegskandidat unter Urs Fischer auf Europa-Niveau
Erst im Dezember ist der Schweizer in die Bundesliga zurückgekehrt und hat bei Mainz übernommen. Die Lage damals prekär: Mit nur sechs Punkten nach 13 Spieltagen war das Team Tabellenletzter.
Gut vier Monate später steht Mainz auf dem elften Platz! Der FC St.Pauli auf dem Barrage-Platz ist sechs Punkte entfernt, bei deutlich schlechterem Torverhältnis. Dazu hat der Club erstmals einen europäischen Viertelfinal erreicht.

Mit dem Schweizer kamen die guten Resultate beinahe auf Knopfdruck: Von 18 Spielen mit den Mainzern hat er nur zwei verloren. Seit seiner Übernahme wäre der Club sogar auf Europa-Kurs – in der «Urs-Fischer-Tabelle» ist Mainz Fünfter.
Fischer trotz Verletzungspech mit Traumbilanz
Tatsächlich übertrumpft Urs Fischer in Mainz sogar seine Union-Bilanz. Den Berliner Club hatte der 60-Jährige von der 2. Bundesliga bis in die Champions League geführt. 1,53 Punkte pro Spiel holte er in seiner erfolgreichen Union-Ära – bei Mainz sind es aktuell 1,78 Punkte.

Dabei fehlt mit Amiri (15 Saisontore) der vermeintlich wichtigste Spieler seit einem Monat mit einer Fussverletzung. Auch der teuerste Sommer-Transfer Hollerbach und Stamm-Goalie Zentner sind schon länger verletzt. Winter-Zugang Silas fällt ebenfalls aus.
Das Team um Captain Widmer (unter Vorgänger Henriksen oft nur Ersatz) liefert. Urs Fischer sagt vor der Länderspielpause diplomatisch: «Man darf mehr als zufrieden sein. Aber geschafft ist noch nichts!»
















