Transfer-Karussell: Wechselt Captain Abrashi bei GC ins Management?
Nach der Saison beginnt in der Super League die heisse Transferphase. Hier erfährst du alle wichtigen Gerüchte und Wechselmeldungen.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Super League beginnt der grosse Transfer-Sommer.
- Wer wechselt wohin?
- Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Welche Klubs verstärken sich für die neue Saison mit welchen Spielern? Wer sucht eine neue Herausforderung?
Mit dem Transfer-Karussell auf Nau.ch bleibst du am Ball.
Das Transferfenster in der Schweiz öffnet Ende Juni und dauert bis zum 8. September.
Der Besitzerwechsel bei GC hat offenbar Konsequenzen für Alain Sutter. Die Trennung des Sportchefs soll nach der Übernahme der Bridge Foootball Group Switzerland AG beschlossen sein. Trainer Peter Zeidler soll derweil bleiben.

Noch bevor der Sutter-Angang offiziell ist, geistern Gerüchte bezüglich seiner Nachfolge herum. Dabei fällt der Name von Club-Legende Amir Abrashi. Aber wohl eher nicht als Sutter-Erbe: Viel eher könnte Abrashi zum Assistenten des neuen Sportchefs werden.
Speziell: Bei Abrashi deutet zuletzt vieles darauf hin, dass er noch eine weitere Saison als Spieler absolviert. Im Testspiel gegen den SC Cham am 1. Juli kommt Captain Abrashi zur zweiten Halbzeit ins Spiel.

Nun könnte stattdessen der fliessende Übergang ins Management vollzogen werden. Als Identifikationsfigur schlechthin hat Abrashi bei den Fans einen guten Stand. Zuletzt schaffte der Cupsieger von 2012/13 mit GC dreimal in Serie den Ligaerhalt in der Barrage.
Elmin Rastoder verlässt Meister FC Thun in Richtung Griechenland. Der Torgarant wechselt zu Panathinaikos Athen. Hier geht es zum Artikel.

Bénie Traoré verlässt den FC Basel. Der Ivorer wechselt in die MLS zu New York City. Hier geht es zum Artikel.

Nach anderthalb Jahren verlässt Rayan Raveloson YB wieder. Der Mittelfeldspieler aus Madagaskar wechselt zum Amed SFK in die Türkei. Hier geht es zum Artikel.

Nach dem starken Platz vier in der abgelaufenen Saison läuft die Planung beim FC Sion auf Hochtouren. Trainer Didier Tholot hat im Wallis ebenso verlängert, wie Abwehrchef Jan Kronig, Ali Kabacalman und Marquinhos Cipriano. Zudem wird Winsley Boteli fix übernommen.

Wie Nau.ch erfahren hat, soll man im Wallis an einem weiteren Transfer arbeiten. Sion ist an einer Rückkehr von Vincent Sierro interessiert. Der 30-jährige Walliser steht derzeit bei Al-Shabab in Saudi-Arabien unter Vertrag. Offenbar soll Sierro einer Rückkehr nicht abgeneigt sein.
2017 verliess Sierro seinen Heimatclub in Richtung Bundesliga. Vom SC Freiburg ging es dann via Leihe zum FCSG, ehe 2019 der fixe Wechsel zu YB folgte. Mit den Bernern wird der Mittelfeldspieler dreimal Meister und holt zweimal den Cup.

Von YB aus folgt 2023 der Wechsel in die Ligue 1 zu Toulouse. Bei den Franzosen wird Sierro Captain, gewinnt 2023 den Pokal. 2025 wechselt der 15-fache Nationalspieler in die Wüste. Schliesst sich jetzt der Kreis mit der Rückkehr in die Heimat?
Der FC Basel hat den Vertrag mit Nachwuchsspieler Cobel Sow García verlängert. Der 19-jährige Offensivspieler ist neu bis Sommer 2028 an den Club gebunden. In der kommenden Saison wird er leihweise beim FC Stade Lausanne-Ouchy spielen – ohne Kaufoption.

Am Montag glühen die Drähte beim FC Aarau heiss: Der FCA holt Kastrijot Ndau (27) von Liga-Konkurrent FC Wil. Zudem kommt der kroatische Innenverteidiger Tomislav Arkovic (20). Beide unterschreiben bis 2028.

Wenige Stunden später geben die Aargauer aber auch noch einen Abgang bekannt: Nach 20 Toren in 35 Liga-Spielen zieht es Elias Filet (24) nach Belgien. Der Franzose unterschreibt beim RAAL La Louvière. Nach Topscorer Valon Fazliu (Yverdon) der nächste gewichtige Abgang in der Offensive.
Nati-Stürmer Cedric Itten zu Werder
Der angekündigte Wechsel von Cedric Itten ist unter Dach und Fach: Der WM-Stürmer der Schweizer Nati wechselt innerhalb Deutschlands vom Drittliga-Absteiger in die Bundesliga. Werder Bremen machte die Verpflichtung des Schweizer Offensiv-Hünen am Sonntag offiziell.

Der 29-Jährige war in der abgelaufenen Saison mit Fortuna Düsseldorf überraschend aus der 2. Bundesliga abgestiegen, glänzte aber mit 15 Treffern und drei Assists als Top-Torjäger. Nach dem Abstieg war er ablösefrei, sein Vertrag war für die dritte Liga nicht gültig.
Werder verhinderte in der vergangenen Saison seinerseits nur knapp den Abstieg aus der Bundesliga. Dort trifft Itten auf einen alten Bekannten: Trainer Daniel Thioune war zuvor selbst bei der Fortuna an der Seitenlinie.
Leonardo Bertone verlässt den FC Thun trotz laufendem Vertrag. Der 32-jährige defensive Mittelfeldspieler wechselt zum FC Luzern, wo er einen Vertrag bis 2028 mit Option auf ein weiteres Jahr unterschreibt.

Bertone kehrte 2022 ins Berner Oberland zurück und hatte massgeblich Anteil am Aufstieg und am Meistertitel. Mit elf Toren und zwei Vorlagen aus 33 Spielen war er Thuns drittbester Scorer.
Challenge-League-Club FC Wil verkündet die feste Verpflichtung von Loris Schreiber. Der linke Verteidiger durchlief den Nachwuchs des FC Basel und war zuletzt an den FC Wil verliehen. Dort brachte es der 20-Jährige auf 26 Pflichtspieleinsätze. Jetzt wechselt er fix in die Ostschweiz und unterschreibt bis 2029.
Mit Patrick Weber verpflichtet Wil zudem gleich noch einen zweiten Spieler eines Super-League-Clubs. Patrick Weber, der in der letzten Saison leihweise für Yverdon spielte, wechselt von Servette in die Ostschweiz.
Aurelio Oehlers wechselt vom FC Volendam zum FC Luzern. Der 22-jährige Niederländer unterschreibt bei den Innerschweizern einen Vertrag bis 2029.

Oehlers wurde bei Ajax Amsterdam und dem FC Utrecht ausgebildet, ehe er 2024 zu Volendam wechselte. Für diesen erzielte er in 68 Einsätzen 12 Tore und 2 Vorlagen. Beim FCL wird der Flügelspieler die Rückennummer 7 tragen.
Der FC Basel gibt die Verpflichtung von Asane Sow bekannt. Der Flügelspieler unterschreibt bei Rotblau einen Vierjahresvertrag. Sow spielte zuletzt in der Serie C bei FC Pro Vercelli 1892.
«Hierher zum FC Basel zu kommen, ist für mich ein grosser Schritt und eine spannende Herausforderung. Der Klub hat mir einen klaren Plan aufgezeigt, wie ich mich hier weiterentwickeln kann», lässt sich der italienisch-senegalesische Doppelbürger zitieren.
Der FC Thun gibt am Freitag den Transfer von Dorian Derbaci bekannt. Der 20-jährige Mittelfeldspieler kommt vom FC Aarau und kriegt einen Vertrag bis 2029. Inklusive Option für ein weiteres Jahr.
Derbaci kam vergangene Saison in 29 Challenge-League-Spielen (4 Tore, 3 Assists) für Aarau zum Einsatz. Zudem debütierte er im Herbst 2025 für die U21-Nationalmannschaft.
Dominik Schmid kehrt dem Rheinknie den Rücken und wechselt zu Red Bull Salburg. Beim Drittplatzierten der abgelaufenen Saison unterschreibt er einen Vertrag bis 2030.

Schmid absolvierte 134 Spiele für Rotblau und wurde mit den Bebbi zweimal Meister und einmal Cupsieger. «Dieser Wechsel ist für mich ein grosser Karriereschritt», lässt sich der 28-Jährige zitieren.
Der FC Luzern verlängert den Vertrag mit Stürmer Nando Toggenburger vorzeitig bis zum Sommer 2029. Das aktuelle Arbeitspapier des 22-Jährigen wäre im Sommer 2027 ausgelaufen. Toggenburger war zuletzt an den SC Kriens verliehen.

«Nandos Weg verlief nicht immer geradlinig und er musste bereits einige Herausforderungen meistern. Nach seiner Verletzung hat er sich während der letzten Saison beim SC Kriens kontinuierlich gesteigert», so Sportchef Remo Meyer.
Der 22-Jährige soll in der kommenden Saison eine grössere Rolle beim FC Luzern spielen. «Er hat sich die Vertragsverlängerung verdient und wird nun die Möglichkeit erhalten, in der 1. Mannschaft den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu machen», so Meyer.
Von Anfang 2024 bis im März diesen Jahres arbeitet Johan Vonlanthen (40) beim FC Zürich. Zuletzt als Co-Trainer von Ricardo Moniz, Mitchell van der Gaag und Dennis Hediger. Anfang März wird sein Vertrag aufgelöst.

Jetzt hat der einst jüngste EM-Torschütze aller Zeiten einen neuen Job. Wie Nau.ch weiss, wird Vonlanthen Assistent von Yverdon-Trainer Martin Andermatt.
Der Transfer hat sich in den letzten Tagen abgezeichnet, nun ist er fix. Jonas Omlin kehrt zum FC Basel zurück und wird am Rheinknie die neue Nummer eins.
Der Goalie unterschreibt bei den Bebbi einen Vertrag bsi 2029.
Für Omlin ist es die zweite Amtszeit beim FCB. Bereits von 2018 bis 2020 stand er beim Klub zwischen den Pfosten.
Anschliessend wechselte der 32-Jährige zu Montpellier nach Frankreich und danach zu Gladbach in die Bundesliga. Zuletzt war er an Bayer Leverkusen ausgeliehen.
YB vermeldet die Abgänge von Chris Bedia und Lukasz Lakomy. Während sich die Berner bei Bedia gegen eine definitive Übernahme entscheiden, greift bei Lakomy eine Kaufpflicht.

Bedia war Anfang 2025 auf Leihbasis von Union Berlin nach Bern gewechselt. Der Ivorer kehrt jetzt vorerst zurück zu seinem Stammklub.
Lakomy war seit August 2025 an Oud-Heverlee Leuven nach Belgien verliehen. Der Erstligist hatte eine Kaufpflicht für den Polen, er verlässt YB damit definitiv.
Kastriot Imeri wird den FC Thun nach dem Meister-Märchen wieder verlassen. Der 25-Jährige kehrt nach seiner Leihe aus dem Berner Oberland zurück, der Meister zieht die Kaufoption nicht.

Imeri ist einer von vier Leihspielern, die zu YB zurückkehren. Auch Lewin Blum kommt von Sporting Charleroi aus Belgien zurück. Emmanuel Tsimba (GC) und Rhodri Smith (Winterthur) sind vorerst ebenfalls zurück in Bern.
Winterthur-Nachwuchsjuwel Ifeanyichukwu Onwuzulike (16) wechselt zum FC Liefering nach Österreich. Der Schweizer U17-Nationalspieler unterschreibt beim Farmteam von Bundesligist Red Bull Salzburg einen langfristigen Vertrag.

«Mit Ifeanyichukwu konnten wir einen Spieler für uns gewinnen, an dem viele Top-Klubs aus ganz Europa dran waren! Wir kennen ihn schon seit längerer Zeit», so Geschäftsführer Manfred Pamminger. «Wir werden ihm die Zeit geben, die er braucht, um sich bestmöglich zu entwickeln und ein absoluter Top-Spieler zu werden.»
Der FC Lausanne-Sport hat einen neuen Trainer gefunden. Luka Elsner übernimmt das Traineramt bei den Waadtländern und unterschreibt einen Vertrag bis Sommer 2028. Zuletzt leitete der Slowene die Geschicke bei Cracovia in Polen.

Bei Stade Remis, Le Havre und Amiens coachte der 43-Jährige auch schon 82 Spiele in der Ligue 1. Auch in Belgien, Slowenien und Zypern war er schon Trainer.
Jetzt folgt die Schweiz: Elsner übernimmt in Lausanne den Job von Markus Neumayr und Migjen Basha. Diese hatten das Amt nach der Entlassung von Peter Zeidler interimistisch übernommen hatten.
Der FC Sion lässt sich die Dienste von Winsley Boteli eine schöne Stange Geld kosten: Die Walliser übernehmen den bisher von Borussia Mönchengladbach ausgeliehenen Genfer per Kaufoption fest. Diese soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei 3,5 Millionen Franken liegen.
Der einstige Servette-Junior war 2022 nach Gladbach gewechselt, kam für die Profis aber nie zum Einsatz. In 38 Leih-Einsätzen für Sion kam der 19-jährige Schweizer Nachwuchs-Nationalspieler auf elf Treffer und einen Assist.
Ob er auch nächste Saison im Wallis aufläuft, ist aber fraglich: Ein Weiterverkauf mit Gewinn scheint denkbar, Genua, Brügge und Midtjylland sind laut Transfer-Papst Fabrizio Romano interessiert. Die Gladbacher haben sich eine Weiterverkaufsbeteiligung gesichert.
Zieht es Nishan Burkart nach dem Abstieg des FC Winterthur zum Kantonsrivalen? Laut Nau-Infos steht der Angreifer beim FC Zürich auf dem Zettel.

Der 26-Jährige kam in der abgelaufenen Saison in 22 Super-League-Spielen (5 Tore, 2 Assists) für Winti zum Einsatz. Burkart hat eine Vergangenheit im FCZ-Nachwuchs.
Klar ist: Der FC Winterthur wird seine Spieler sicher nicht verschenken.
Nach dem Meistertitel wird es beim FC Thun logischerweise zu Veränderungen kommen. Viele Spieler der Berner Oberländer dürften heiss begehrt sein.
So auch Ethan Meichtry. Der 20-jährige U-Nationalspieler soll laut Nau-Infos vor einem Abgang stehen. Sein Marktwert beläuft sich laut «Transfermarkt» auf gut 2,7 Millionen Franken. Das Ausland lockt.

YB hat einen Ersatz für Heinz Lindner gefunden. Joël Mall (35) wechselt von Servette zu den Bernern und wird dort hinter Marvin Keller die neue Nummer zwei.
Zudem verlängert YB den Vertrag mit Dario Marzino (Goalie Nummer drei) um ein weiteres Jahr.

















