Schweizer Nati

    Schweizer Nati: Leon hat sich nicht für sportlichen Weg entschieden

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Bern,

    Das Aufgebot der Schweizer Nati für den Quali-Auftakt steht. Nicht dabei ist Leon Avdullahu, der sich für den Kosovo entscheidet. Murat Yakin bedauert das.

    Schweizer Nati
    Leon Avdulahu (hier im Hoffenheim-Trikot) entscheidet sich gegen die Schweizer Nati – und für den Kosovo. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Für Murat Yakin ist klar: Man habe sich intensiv um Leon Avdullahu bemüht.
    • Dass der Hoffenheim-Spieler neu für den Kosovo spielt, bedauert der Nati-Trainer.

    Murat Yakin hat das Aufgebot der Schweizer Nati für die ersten beiden Spiele der WM-Quali bekannt gegeben. Ex-YB-Stürmer Cedric Itten kehrt zurück, der 28-Jährige zeigt sich bei Fortuna Düsseldorf in starker Form.

    Traust du der Schweizer Nati die WM-Quali zu?

    Nicht dabei ist bekanntlich Leon Avdullahu, der sich für den Wechsel zum ersten Quali-Gegner Kosovo entschieden hat. Wie enttäuscht ist der Nati-Coach über diesen Entscheid?

    Yakin: «Wir haben uns, so wie ich das sehe, intensiv um ihn bemüht. Ich habe mit ihm im Frühling ein längeres Gespräch geführt und die sportlichen Perspektiven aufgezeigt.»

    Schweizer Nati
    Murat Yakin bei der Kaderbekanntgabe der Schweizer Nati. - keystone

    Yakin weiter: «Klar, hat er mit dem Bundesliga-Wechsel nun auch Ansprüche. Ich habe gespürt, dass es ihm nicht einfach gefallen ist. Dass er sich für einen Nationenwechsel entschieden hat, müssen wir akzeptieren. Wenn jemand die Kultur anders spürt, können wir das nicht beeinflussen.»

    Schweizer Nati Leon Avdullahu
    Leon Avdullahu spielt ab sofort für den Kosovo. - Instagram @agimademi

    Aber natürlich herrsche eine gewisse Enttäuschung beim Murat Yakin und dem Verband. «Er hat sich, so sehe ich das, nicht für den sportlichen Weg entschieden.»

    Bedauerst du den Entscheid von Leon Avdullahu, für den Kosovo zu spielen?

    «Ich interpretiere den Entscheid so, dass er bei uns im Zentrum viel Konkurrenz hat. Und er sofort spielen möchte. Ich finde es sehr schade», so Nati-Coach Yakin.

    Yakin zu Hajdari: «Das ist abgesprochen»

    Droht das gleiche Szenario auch mit Verteidiger Albian Hajdari? Der 22-Jährige hat sich noch nicht entschieden, fehlt aber im Aufgebot für die beiden Spiele gegen Kosovo und Slowenien.

    Albian Hajdari
    Albian Hajdari hat den Sprung in die Bundesliga geschafft. - Keystone

    «Das ist abgesprochen», sagt Yakin. Hajdari wolle sich nach dem späten Wechsel von Lugano nach Hoffenheim auf den Club konzentrieren. Dennoch bleibt der Coach optimistisch: «Wir haben einen Plan mit ihm, werden das aber nach den September-Spielen angehen.»

    Kommentare

    User #4434 (nicht angemeldet)

    Es ist seit Jahren das Selbe, nicht nur der Fusballverband des Kosovo ist ein Absoluter Ausbildungsparasit. Die sollten die Handgelder die da Fliessen besser in die Ausbildung Investieren. Der Junge hat keinen Charakter also ist er kein verlust. Aber für die Zukunft sollte was getan werden um bei der Fussballerischen Entwicklungshilfe weniger Geld zu Verbrennen.

    User #2812 (nicht angemeldet)

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