Schweizer Nati: Das sagt Yakin zu den Vorwürfen von Noah Okafor
Noah Okafor kritisiert kürzlich Murat Yakin und tritt aus der Schweizer Nati zurück. Nun äussert sich der Trainer dazu.

Das Wichtigste in Kürze
- Noah Okafor tritt unter Vorwürfen gegen Murat Yakin aus der Nati zurück.
- Yakin äussert sich an der Kaderbekanntgabe erstmals ausführlich dazu.
Noah Okafor erklärt vor einer Woche seinen Rücktritt aus der Schweizer Nati und kritisiert dabei Trainer Murat Yakin scharf: Vertrauen sei verletzt worden, Zusagen nicht eingehalten.
An der heutigen Pressekonferenz (hier findest du den Ticker zum Nachlesen) zur Kaderbekanntgabe äussert sich Yakin nun erstmals ausführlich zum Fall.
Yakin zu Reaktionen in der Schweizer Nati
Zur Frage, wie die Mannschaft auf den Rücktritt reagiert habe, bleibt Yakin zurückhaltend. Er sei selbst nicht viel auf Social Media unterwegs.

«Ich weiss nicht, ob man auf Social Media immer alles liest, bevor man es liked. Mir wurde gesagt, dass man das Bild gesehen hat und es dann gelikt hat. Meine Rückmeldungen sind so, dass ein paar Spieler den Rücktritt geliked haben. Und nicht den Rest», erklärt Yakin.
Yakin: «Leistung auf dem Platz zählt»
Zu den Vorwürfen selbst sagt Yakin, er wisse nicht, welche konkreten Zusagen oder Abmachungen nicht eingehalten worden sein sollen.
Okafor sei im März verletzt gewesen und trotzdem für die WM nominiert worden. Für ihn zähle einzig die Leistung auf dem Platz, alles andere sei unwichtig.
Konkret zu Okafors Auftritten für die Schweizer Nati wird Yakin deutlicher: «Ich war mit seinen defensiven Leistungen auf dem Platz nicht zufrieden. Darüber kann man mit mir diskutieren.»
Er habe genügend Alternativen und junge Spieler, die sich nun beweisen könnten. Kritik solle unter vier Augen erfolgen. Der Gang über die Öffentlichkeit habe ihm noch nie genützt.
Ist die Tür für Okafor zu?
Auf die Frage, ob eine Rückkehr in die Schweizer Nati grundsätzlich möglich wäre, lässt Yakin eine kleine Tür offen: Jeder könne sich über Leistungen empfehlen.

Dann wird der Nati-Trainer aber deutlicher: «Wir haben es ja schön, dass wir Spieler haben, die unbedingt für unser Land spielen wollen. Wir haben Spieler, die nicht ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund stellen. Und das sind die Spieler, auf die ich setze», so Yakin.
Zusätzlicher Wirbel um Okafors Umfeld
Der Rücktritt sorgte auch abseits der sportlichen Ebene für Gesprächsstoff. Wie Nau.ch berichtete, äusserte sich der Zürcher Gastro-König Michel Péclard zu einem Vorfall kurz vor Beginn der WM-Vorbereitung.
Seine Crew habe bei einer Geburtstagsfeier für Okafor Angst gehabt, eine Eskalation habe nur knapp verhindert werden können. Péclard zeigte dabei Verständnis für Yakins Entscheid, künftig auf Okafor zu verzichten.












