Hakan Yakin: «Darum habe ich den FC Sion vorne erwartet»
Heute blickt Hakan Yakin auf Servette, Vaduz, Lausanne – und den FC Sion. Die Stärke der Walliser überrascht den Ex-Nati-Star keineswegs.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Sion werde derzeit für die konstant gute Arbeit belohnt, erklärt Hakan Yakin.
- Zudem spricht «Hatsch» Klartext über die enttäuschenden Teams aus Genf und Lausanne.
- Von Aufsteiger Vaduz erwarte er in dieser Saison keine grossen Sprünge.
Erster Verfolger von Lugano und YB ist der FC Sion. Für Hakan Yakin ist das keine Überraschung, wie er Mischi Wettstein erklärt. «Ehrlich: Ich staune, dass sie jetzt konstant zwei Jahre lang ihr Kader nicht gross verändert haben.»

Denn, so erklärt «Hatsch»: «Sobald du ein Kader extrem veränderst, brauchst du ein halbes Jahr, bis es läuft. Das war bei mir als Spieler schon so. Sion war bekannt dafür, viele Spieler zu holen und den Trainer immer wieder zu wechseln. Jetzt hält man an Didier Tholot fest und konnte auch die guten Spieler halten»
Wettstein spricht die starke Bank der Walliser an und fragt: Wer kann sonst so nachladen? «Lugano hat so eine Bank, YB auch – und Sion. Darum ist es kein Zufall, dass sie in den Top 3 stehen», so Yakin.
Hakan Yakin: «Servette hat mich zuletzt zweimal in die Pfanne gehauen…»
Das Kapitel zu Servette wird knapp gehalten. Mit dem Begriff «Wundertüte» habe Mischi Wettstein schon alles gesagt, unterstreicht Hakan Yakin. «Ich habe zuletzt zweimal ganz vorne mit Servette gerechnet – und zweimal haben sie mich in die Pfanne gehauen.»
00:00 / 00:00
«Hatsch» bittet darum, über Servette «nur das Nötigste sagen zu müssen.» Und er ergänzt: Frag mich gar nicht erst, wo sie Ende Saison stehen werden… Sie haben ein gutes Team und haben ein besseres Budget als Vaduz oder Thun. Aber irgendwie will es nicht klappen.»

Yakin über Vaduz: «Nicht jeder Aufsteiger ist wie Thun
Der Aufsteiger aus dem Ländle spielt einen guten Fussball – eine Handschrift von Trainer Marc Schneider ist klar erkennbar. Trotz allem hat der FC Vaduz schon mehrere Punkte verschenkt, steht erst bei sechs Zählern auf dem vorletzten Rang.
00:00 / 00:00
«Nicht jeder Aufsteiger ist wie Thun. Die Qualität ist durchschnittlich, sie werden in dieser Saison keine grossen Sprünge machen», sagt Hakan Yakin. «Es wird am Ende um die Positionen zehn, elf oder zwölf gehen.»

Noch hinter Vaduz rangiert Lausanne. Zum Tabellenletzten hat Yakin eine klare Meinung: «Null Qualität, es ist enttäuschend. Letzte Saison habe ich nichts erwartet, dann haben sie Basel und YB mit fünf Toren geschlagen. Und jetzt spielen sie so einen Mist.»
00:00 / 00:00
Für «Hatsch» ist klar: «Bei Lausanne muss etwas gehen, sonst wird es schwierig. Aber im Vergleich zu anderen Teams haben die Waadtländer ein Budget und können noch einen Sprung nach vorne machen.»
****
Nau.ch-Chefreporter Mischi Wettstein hat die Schweizer Fussball-Legende Hakan Yakin in der «Yakin Arena» in Oberengstringen ZH zum «Klartext»-Talk getroffen.

Auch in dieser Woche spricht «Hatsch» über die Super League, die Challenge League und die Nati.












