GC bleibt oben! Blutender Abrashi: «Trainer hat das Spiel gewonnen»
Die Barrage zwischen GC und dem FC Aarau geht im Rückspiel an die Hoppers. Das Heimteam gewinnt ein turbulentes Rückspiel in der Verlängerung mit 2:1.
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Das Wichtigste in Kürze
- Nach dem Remis im Hinspiel gewinnt GC das Barrage-Heimspiel gegen den FC Aarau 2:1.
- Verlängerung, Traumtor, Penalty und zwei Platzverweise – alles ist dabei.
- Lee sieht für eine Tätlichkeit Rot. In der Verlängerung fliegt auch Obexer vom Platz.
Vor 18’763 Fans rettet sich GC im Letzigrund einmal mehr in der Barrage und bleibt in der Super League! Im Barrage-Rückspiel holen die Hoppers in der Verlängerung einen 2:1-Sieg.
Der FC Aarau scheitert einmal mehr auf der Zielgraden am Aufstieg. Dabei waren die Aargauer sogar in Überzahl in die Verlängerung gegangen.
«Der liebe Gott meinte es heute gut mit uns», sagt Captain Amir Abrashi nach der Partie. Und: «Der Trainer hat heute das Spiel gewonnen.»
Dabei sass der Leitwolf der Hoppers zu Beginn nur auf der Bank. Das sei abgesprochen gewesen, denn wenn er von Beginn an spielen würde, wäre er nach 60 Minuten platt, erklärt er. «Der Trainer hat heute super entschieden.»
Hoppers starten stärker
GC übernimmt in den Startminuten die Spielkontrolle, der Ball ist aber noch weit von den Toren entfernt. In der zehnten Minute folgt die erste ordentliche Chance: Lee zwingt Aarau-Goalie Hübel aus spitzem Winkel zur Parade.

Der fällige Eckball landet auf dem Kopf von Frey. Der Stürmer drückt den Ball in Richtung der Torecke, aber wieder ist Hübel zur Stelle. Die Aargauer werden in die Defensive gedrückt, überstehen diese Phase aber.
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Man habe gewusst, dass man das bessere Team ist, sagt Samuel Krasniqi nach dem Spiel. Und mit diesem Wissen sei man auch in die Partie gestartet.
Hammel entschärft Zoukit-Schuss – Zvonarek trifft
Die Gäste tauen zunehmend auf: Ein Obexer-Abschluss geht knapp am Tor vorbei, dann pariert GC-Hüter Hammel einen Fernschuss von Zoukit.
Nach einer halben Stunde ist es dann der Schuss eines GC-Spielers, der im Tor einschlägt. Asp Jensen zieht auf rechts davon und bringt den Ball in die Mitte. Dort legt Lee mit dem Rücken zum Tor ab: Zvonarek kommt angelaufen und haut das Leder in die Maschen.
Filet gleicht per Traumtor aus
GC will nachlegen: Besonders der wirblige Asp Jensen stellt die FCA-Defensive immer wieder vor Probleme. Doch vor der Pause fällt der Ausgleich – und wie! Stürmer Filet nimmt den Ball im Strafraum mit der Brust an und haut ihn traumhaft per Seitfallzieher ins Tor.

Nach dem Seitenwechsel wird die Partie deutlich nervöser, es ist zu sehen, was auf dem Spiel steht. Besonders GC lässt sich zunehmend zurückfallen und spielt viele Fehlpässe. Ein Abschluss von Krasniqi sorgt zumindest einmal für Arbeit bei Hübel.
Aber das Spiel ist nun wirklich eine zähe Angelegenheit. Beide Teams wissen: Das nächste Tor kann entscheidend sein. Durch Standardsituationen entsteht teilweise im Ansatz Gefahr, beide Teams spielen aber zu ungenau.
Lee-Aussetzer bringt Rote Karte
Dann verliert Lee in der 88. Minute die Nerven: Frokaj ringt Lee nieder, der aufsteht und seinem Gegenspieler das Knie an den Kopf rammt. Völlig zurecht sieht er dafür die Rote Karte.
Krasniqi sagt, dass der Platzverweis die Mannschaft nur noch mehr zusammengeschweisst habe. «Jeder ist für den anderen gegangen.»

GC rettet sich aber in die Verlängerung. Dort halten sich die Hoppers wacker, Aarau hat kaum wirklich gefährliche Torchancen. Dann geht der eingewechselte GC-Captain Abrashi plötzlich zu Boden.
Auch Aaraus Obexer fliegt
Obexer trifft ihn mit dem hohen Bein und sieht Gelb. Abrashi blutet aber heftig und das Spiel ist lange unterbrochen. Der VAR schaltet sich ein und nach Ansicht der Bilder entscheidet Schiedsrichter Schnyder: Rot für Obexer.
Für Abrashi der korrekte Entscheid: Der Gegner habe ihn zwar nicht gesehen, aber er habe das Bein schon einige Male so hoch gehabt. «Er trifft mich voll im Gesicht.»

So geht es mit zehn gegen zehn in die zweite Halbzeit der Verlängerung. Dort wird Hassane im Aarau-Strafraum von Zoukit das Bein gestellt – Penalty. Ngom läuft an und verwandelt.
Mehrfach wird es in der Folge nochmal vor dem GC-Tor gefährlich. Die Aarauer können ihre Möglichkeiten aber nicht nutzen. So müssen sie ein zwölftes Jahr in Serie in der Challenge League antreten, während GC in der Super League verbleibt.
Samuel Krasniqi spielte in der Vergangenheit für den FC Aarau. Ob er heute etwas Mitleid mit seinem Ex-Club habe, fragt Nau.ch nach. Die Antwort: «Nein, kein Mitleid.»














