FC Thun: Sion-Coach Tholot verteidigt Thuner nach Direktduell
Der FC Thun verliert in Sion – Kritik am Party-Trip nach Ibiza wird laut. Doch Sion-Trainer Tholot und Thun-Präsident Gerber verteidigen die Meister-Spieler.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Thun feierte die Meisterschaft in der letzten Woche mit Freinacht und Ibiza-Trip.
- Danach verlieren die Thuner in Sion mit 0:2 – Kritik an der Vorbereitung wird laut.
- Sions Trainer Didier Tholot nimmt die Thuner Meistermannschaft in Schutz.
- Ebenso FCT-Präsident Andres Gerber, der sagt: «Irgendwann muss man auch feiern können.»
Nach einer Woche im Freudentaumel wird der FC Thun sportlich in Sion auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Berner Oberländer verlieren im Wallis mit 0:2. Das bringt ihnen Kritik ein – denn der FC Sion ist mitten im Rennen um Europa.
Sion-Tholot: «Bei Basel oder YB würde niemand fragen»
Einige stören sich daran, dass die Spieler nach der grossen Feier am letzten Sonntag nicht direkt in den Trainingsalltag zurückkehrten. Stattdessen machte die Mannschaft einen Kurz-Trip nach Ibiza. Haben die Thuner damit Einfluss auf den Europa-Kampf genommen?

«Wenn es Basel oder YB wäre, würde niemand solche Fragen stellen», wird Sion-Trainer Didier Tholot vom «Blick» zitiert. Er glaubt: «Man stellt sie, weil es Thun ist.» Der 62-Jährige lässt durchblicken, dass eine solche vorzeitige Meisterfeier nicht ungewöhnlich ist.
Gerber: «Irgendwann muss man feiern können»
Auch Präsident Andres Gerber nimmt sein Team im «Blue»-Interview in Schutz. Es sei schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um den historischen Erfolg zu feiern: «Nach der Saison sind Spieler privat in den Ferien und einige werden uns verlassen.»

Für ihn ist klar: «Irgendwann muss man in dieser Konstellation auch feiern können.» Yves Zahnd, der den gesperrten Trainer Lustrinelli an der Seitenlinie vertritt, gibt gegenüber SRF zu: «Nach den Emotionen der letzten Woche war es schwierig, die Spannung hinzukriegen.»
Titelübergabe und Meisterfeier stehen bei FC Thun bevor
Trotz allem habe sich der FC Thun viel vorgenommen. «Die Motivation war sicher da und wir haben alles reingeworfen, was wir hatten. Es war eine durchschnittliche Leistung – Sion hat am Ende aber verdient gewonnen.»

Die Walliser bleiben im Formhoch: Seit acht Spielen sind sie ungeschlagen. Der Erfolg gegen Thun war der fünfte Sieg in Serie ohne Gegentor. Die überragende Saison des FC Thun droht mit fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen unschön auszulaufen.
Schon am kommenden Donnerstag soll gegen YB (16.30 Uhr) die Trendwende folgen. Zahnd sagt: «Volles Haus und Derby, das ist ein Highlight für alle.» Vor der Titelübergabe und der offiziellen Meisterfeier soll endlich wieder ein Sieg her.













