FC St.Gallen – Kölliker neuer Präsident? «Kein Putsch»
Unmittelbar nach dem Cup-Triumph versinkt der FC St.Gallen im Chaos. Matthias Hüppi muss das Präsidenten-Amt wohl räumen. Stefan Kölliker soll ihn beerben.

Das Wichtigste in Kürze
- Beim FCSG ziehen trotz Cupsieg dunkle Wolken auf.
- Präsident Hüppi spricht von Tendenzen, die man nicht akzeptieren werde.
- Ex-Regierungsrat Stefan Kölliker bringt sich als Nachfolger ins Spiel.
Der FC St.Gallen ist eigentlich gerade auf dem Höhepunkt angekommen: Mit dem Cupsieg krönen die Espen eine sportlich starke Saison – doch der Jubel wird überschattet. Denn hinter den Kulissen droht den Ostschweizern die Implosion.
Schon mitten im Feier-Trubel hatte Präsident Matthias Hüppi gegenüber SRF angedeutet, dass es beim FC St.Gallen hinter den Kulissen Ärger gibt. «Es gibt im Moment Tendenzen, die wir in dieser Form nicht akzeptieren werden», so Hüppi.

Nach und nach wird nun klar, worum es dabei ging: Im Verwaltungsrat der Espen wird künftig ein neuer Wind wehen, vier Verwaltungsräte treten zurück. Grund dafür sind Differenzen zwischen den Aktionären und dem Verwaltungsrat um Hüppi.
Umbruch ausgerechnet nach dem Cup-Triumph?
Die bisherigen Verwaltungsräte Peter Germann, Patrick Gründler, Christoph Hammer und Benedikt Würth scheiden per 30. Juni ausserordentlich aus dem VR aus. Mit Patrick Thoma wurde schon im Herbst eine neue Kraft in den VR gewählt.
00:00 / 00:00
Weitere Umbrüche stehen bevor, so gilt etwa der zurückgetretene FCB-Torhüter Marwin Hitz als Kandidat auf einen VR-Posten. Und auch das Präsidenten-Amt dürfte neu besetzt werden.

Favorit auf den Posten von Matthias Hüppi ist der frühere SVP-Regierungsrat Stefan Kölliker. Er bestätigt gegenüber dem «SRF» auch, dass er Ambitionen hegt, Hüppi ausgerechnet nach dessen grösstem Erfolg zu beerben.
Kölliker sieht keinen «Putsch» beim FC St.Gallen
«Ich habe 16 Jahre Erfahrung als Regierungsrat und hatte immer engen Kontakt mit dem FC St.Gallen», erklärt Kölliker im «SRF»-Interview. «Vier Verwaltungsräte sind zurückgetreten, das Aktionariat war dazu gezwungen, einen neuen VR aufzustellen. Sie sind vor fünf, sechs Wochen auf mich zugekommen», erklärt Kölliker.

Das Aktionariat sehe sich «extrem unter Druck», meint der Ex-Regierungsrat weiter. Einen «Putsch» stelle der Machtwechsel an der Spitze des FCSG aber nicht dar. Hüppi sei angeboten worden, das Präsidentenamt unter dem neuen Verwaltungsrat weiterzuführen. Darauf sei er nicht eingegangen, so Kölliker.












