FC St.Gallen – VR-Zoff um Hüppi: Nun bezieht Regierungsrat Stellung
Wenige Tage nach dem Cupsieg herrscht beim FC St.Gallen dicke Luft. Kommt es zum Führungswechsel? Nun meldet sich sogar der Regierungsrat zu Wort.
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Das Wichtigste in Kürze
- Beim FCSG ziehen trotz Cupsieg dunkle Wolken auf.
- Präsident Hüppi spricht von Tendenzen, die man nicht akzeptieren werde.
- Nun schaltet sich sogar der St.Galler Regierungsrat ein.
Dicke Luft beim FC St.Gallen!
Präsident Matthias Hüppi sagt am Sonntag mitten im Cup-Jubel gegenüber SRF: «Bei uns wirken verschiedene Kräfte. Es gibt im Moment Tendenzen, die wir in dieser Form nicht akzeptieren werden. Es ist unvorstellbar, dass in der besten Phase der Geschichte dieses Klubs nicht alle geschlossen dahinterstehen.»

Hintergrund der Aussage sind Unruhen im Verwaltungsrat. Es könnte zu grundlegenden Veränderungen kommen.
Mehr Details zum Zoff rund um den FC St.Gallen publizierte Nau.ch heute Morgen.
Regierungsrat nimmt Stellung
Wie Hüppi antönt, entfacht der Machtkampf ausgerechnet in der sportlich erfolgreichsten Phase seit Jahren. Der Cupsieg ist für den FC St.Gallen der erste Titel seit der Meisterschaft 2000.
Klar, dass die Unruhen die ganze Region bewegen. Am Dienstag meldet sich schliesslich sogar der St.Galler Regierungsrat mit einer Medienmitteilung zu Wort.
Die Regierung gratuliere herzlich zum Cuptitel. Gleichzeitig nehme sie die Berichte über interne Spannungen mit Besorgnis zur Kenntnis. «Sie bittet alle Akteure, der gesellschaftlichen Verantwortung des Clubs Sorge zu tragen und im Sinne des grossen Ganzen zu handeln.»
Rückendeckung für Hüppi
Der Erfolg wäre ohne die strategische Weitsicht, die Stabilität und das Engagement der aktuellen Clubführung sowie dem amtierenden Verwaltungsrat nicht möglich gewesen, heisst es.

In der Mitteilung steht weiter: «Die unter Präsident Matthias Hüppi und seinem Verwaltungsrat aufgebauten Strukturen – sportlich, kulturell und institutionell – bilden das Fundament, auf dem dieser historische Titelgewinn entstanden ist.»
«Risiko, Ansehen des Clubs zu beschädigen»
Vor diesem Hintergrund verfolge die Regierung des Kantons St.Gallen mit erheblicher Besorgnis die Berichte über interne Spannungen im Club. «Die Regierung ist der Auffassung, dass eine erzwungene Ablösung des Verwaltungsrats zum jetzigen Zeitpunkt – unmittelbar nach dem grössten sportlichen Erfolg seit Jahrzehnten – das verbindende Moment des Cupsiegs in Frage stellt.»

Diese Ablösung birge das Risiko, «das über Jahre aufgebaute Vertrauen in die Clubführung zu erschüttern, den Rückhalt bei Fans, Bevölkerung und Sponsoren zu gefährden und das Ansehen sowohl des Clubs nach innen als auch aussen zu beschädigen».
Gesellschaftliche Dimension
Es gehe jetzt darum, das Gemeinsame und Verbindende in den Vordergrund zu stellen, wird im Statement betont.
«Die Regierung erwartet, dass die Verantwortlichen die gesellschaftliche Dimension ihrer Entscheidungen anerkennen und die Interessen des Clubs sowie der gesamten Ostschweizer Bevölkerung über persönliche oder partikuläre Interessen stellen», steht in der Mitteilung abschliessend.












