Bern: Weniger Studierende an der Berner Fachhochschule

Berner Fachhochschule
Berner Fachhochschule

Bern,

Rund 7900 Personen studieren im neuen Studienjahr an der Berner Fachhochschule. Das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr, auch wegen höherer Gebühren.

Bern
Bern: Blick vom Rosengarten auf die Altstadt (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

An der Berner Fachhochschule (BFH) studieren im Studienjahr 2026/2027 rund 7’900 Personen in den Bachelor- und Masterstudiengängen. Das sind rund 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Entwicklung steht unter anderem im Kontext der auf das Herbstsemester 2026 erhöhten Studiengebühren.

Im Herbstsemester beginnen rund 2’300 Personen neu ein Studium an der Berner Fachhochschule. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während die Bachelor-Neueintritte nur leicht zurückgehen, zeigt sich auf Masterstufe ein deutlicherer Rückgang.

Auch die Gesamtzahl der Studierenden ist leicht rückläufig, wobei die Entwicklung vor allem auf die Masterstufe zurückzuführen ist.

Wachstum in den Studiengängen Gesundheit, Architektur, Holz und Bau

Die Zahl der Studierenden entwickelt sich je nach Departement unterschiedlich. Das Departement Architektur, Holz und Bau sowie das Departement Gesundheit zählen insgesamt mehr Studierende als im Vorjahr. In beiden Departementen ist die Zunahme insbesondere auf die Bachelorstufe zurückzuführen.

In den übrigen Departementen sind die Studierendenzahlen rückläufig.

Höhere Studiengebühren beeinflussen die Nachfrage

Die rückläufige Entwicklung steht unter anderem im Kontext der auf das Herbstsemester 2026 vom Regierungsrat erhöhten Studiengebühren. Insbesondere bei ausländischen Studieninteressierten zeigt sich ein Rückgang der Anmeldungen. Betroffen sind vor allem Studiengänge mit einer ausgeprägten internationalen Ausrichtung.

«Die aktuellen Zahlen zeigen, dass finanzielle Rahmenbedingungen die Wahl des Studienorts beeinflussen können, besonders bei international ausgerichteten Studienangeboten. Umso wichtiger ist es, den Studierenden die beste Qualität und Befähigung für ihren beruflichen Einstieg und ihre Laufbahnentwicklung mitgeben zu können», sagt Sebastian Wörwag, Rektor der Berner Fachhochschule.

Rückläufige Berufsmaturitätsquote im Kanton Bern

Neben den höheren Studiengebühren beeinflusst auch die Entwicklung der Berufsmaturität (BM) die Nachfrage nach einem Fachhochschulstudium. Im Kanton Bern gingen die BM-1-Abschlüsse zwischen 2024 und 2025 um 6 Prozent und die BM-2-Abschlüsse um knapp 8 Prozent zurück.* Damit verkleinert sich ein wichtiges Rekrutierungspotenzial der Berner Fachhochschule – dies im Unterschied zum Grossteil der anderen Schweizer Fachhochschulen, in deren Einzugsgebieten die Anzahl BM-Abschlüsse weniger stark rückläufig ist oder sich gar positiv entwickelt.

Erwerbsquote liegt über dem Fachhochschuldurchschnitt

Unverändert haben BFH-Absolventinnen und -Absolventen weiterhin ausgezeichnete Berufsperspektiven. Ein Blick auf den Abschlussjahrgang 2024 (gem. Befragung des Hochschulabsolventenjahrgangs 2024 via Bundesamt für Statistik) zeigt, dass BFH-Absolventinnen und -Absolventen ein Jahr nach ihrem Abschluss sehr gut auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt sind.

Ihre Erwerbsquote liegt sowohl auf Bachelor- als auch auf Masterstufe über dem Durchschnitt aller Schweizer Fachhochschulen.

«Mich freut sehr, dass die BFH-Absolventinnen und -Absolventen auf dem Arbeitsmarkt überdurchschnittlich nachgefragt sind. Das zeigt, dass unsere Studiengänge sehr gut auf die Bedürfnisse der Praxis ausgerichtet sind und dass unsere Absolventinnen und Absolventen als zukunftsfähige Fachkräfte wahrgenommen werden», führt Sebastian Wörwag, Rektor der Berner Fachhochschule, aus.

Kommentare

Weiterlesen

Uni Bern
8 Interaktionen
Trotz Protesten

MEHR AUS STADT BERN

Jürg Grossen
23 Interaktionen
GLP-Nationalrat
Christian Fassnacht Schweizer Nati
29 Interaktionen
24 Länderspiele
Bern
1 Interaktionen
Bern