Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg wünscht sich nach dem tollen EM-Auftritt der deutschen Fussball-Frauen einen dauerhaften Aufschwung für die Sportart.
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (r) hält im Römer vor der versammelten Mannschaft eine Ansprache.
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (r) hält im Römer vor der versammelten Mannschaft eine Ansprache. - Uwe Anspach/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Kapitänin Alexandra Popp vom deutschen Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg sagte in Richtung des Deutschen Fussball-Bundes: «Wir erhoffen uns natürlich schon, dass jetzt etwas passiert.

«Wir brauchen jetzt klare Strategien und Umsetzungen. Wir müssen die Talente mehr fördern, in die grossen Stadien gehen und ein Grundgehalt in der Bundesliga einführen», forderte Voss-Tecklenburg am Rande des Empfangs für die DFB-Auswahl in Frankfurt.

Kapitänin Alexandra Popp vom deutschen Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg sagte in Richtung des Deutschen Fussball-Bundes: «Wir erhoffen uns natürlich schon, dass jetzt etwas passiert. Einen grösseren Hype kannst du fast nicht schaffen. Wir haben in diesem Sinne unser Soll erfüllt. Jetzt hoffen wir auf andere Leute, die das umsetzen müssen.»

Bundesligaspielerinnen sollen vom Fussball leben können

Auch Svenja Huth wünscht sich mehr Nachhaltigkeit im Alltag. «Es ist natürlich eine grosse Hoffnung von uns Spielerinnen, dass wir diese Euphorie, die wir durch die EM geschaffen haben, in die Bundesliga und künftige Länderspiele mitnehmen können. Dazu gehören Anstosszeiten und Medienübertragungen, um die Fans, die wir gewonnen haben, dauerhaft zu binden», sagte die Offensivspielerin. Zudem gehe es darum, «dass alle Vereine eine gute Infrastruktur und medizinische Betreuung haben». Es müsse eine Basis geschaffen werden, damit Spielerinnen «nicht mehr nebenher 30 bis 40 Stunden in der Woche arbeiten müssen», forderte Huth.

Dies ist auch im Sinne von Siegfried Dietrich, dem Vorsitzenden des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen. «Entscheidend ist, dass die Bundesligaspielerinnen vom Fussball leben können», sagte der 65-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Um dies zu erreichen, müsse der Frauenfussball eine regelmässige Präsenz haben. «Dafür haben wir jetzt eine Riesenchance», sagte Dietrich.

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