Urs Fischers simple Union-Analyse: «Hatten einfach keine Chance»

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    Im Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern kassiert Union Berlin die erste Niederlage des Jahres. Der Trainer liefert eine einfache Begründung und will den Münchnern nun sogar einmal «die Daumen drücken».

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    Unions Trainer Urs Fischer beobachtet das Spiel. - dpa

    Trainer Urs Fischer machte mit einer sehr prägnanten Kurz-Analyse einen Haken unter die erste Niederlage von Union Berlin in diesem Jahr.

    Der Schweizer sprach von einem «hochverdienten Sieg» des FC Bayern München nach dem 3:0 (3:0) am Sonntagabend im Topspiel der Fussball-Bundesliga gegen seine Mannschaft.

    «Die Analyse ist einfach. Wir hatten einfach keine Chance. Bayern war um zwei, drei Klassen besser als wir», sagte der 57-Jährige. Union-Kapitän Christopher Trimmel sah es genauso wie sein Coach: «Die Bayern waren zwei, drei Klassen zu stark für uns.»

    «In der zweiten Hälfte einen Gang runtergeschaltet»

    «Bis zum 1:0 ging es noch. Was mich ein bisschen genervt hat, waren die Gegentore zwei und drei vor der Pause. Die waren nicht zwingend. Bayern hat dann in der zweiten Hälfte einen Gang runtergeschaltet», kommentierte Fischer. Sein Team kam drei Tage nach dem kräftezehrenden 3:2 gegen Ajax Amsterdam in der Europa League nicht ans Leistungslimit. Fehlende Kraft liess Trimmel aber nicht als Begründung gelten: «Auf gar keinen Fall.»

    Sein Teamkollege Rani Khedira sprach jedoch sehr wohl davon, dass «die geistige Frische» so kurz nach dem internationalen Höhepunkt gefehlt habe. «Der Gegner hat uns immer wieder gepresst und gestresst», meinte Fischer, der resümierte: «Diese Niederlage kann man gut analysieren, da werden wir viele Dinge für uns herausnehmen, an denen wir noch viel arbeiten.»

    Trimmel: «Spielen und Gehen macht Bayern weltklasse»

    Trimmel fehlte auch eine Prise Mut: «Natürlich wollten wir mutig verteidigen.» Aber er würdigte auch die Leistung des Rekordmeisters. «Das Spielen und Gehen macht Bayern weltklasse, da sind sie für mich die beste Mannschaft der Welt.» Union liegt nach dem 22. Spieltag nun drei Punkte hinter dem Spitzenduo Bayern und Borussia Dortmund.

    Fischer gratulierte seinem Münchner Trainer-Kollegen Julian Nagelsmann nicht nur zum Sieg. Er wünschte dem 35-Jährigen mit dem FC Bayern auch viel Glück für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Paris Saint-Germain. «Da werde ich euch sicherlich die Daumen drücken», sagte Fischer in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Nagelsmann in der Allianz Arena. Die Bayern gehen mit einem 1:0 aus dem Hinspiel in Paris in die zweite Achtelfinal-Partie am 8. März.

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