Nach Informationen des Fussball-Nationalspielers Hassan Amin steht die Mannschaft Afghanistans nach der Machtübernahme der Taliban vor einer unsicheren Zukunft.
Der afghanische Nationalspieler Hassan Amin (r) beim Training des SV Waldhof Mannheim im Jahr 2018. Foto: Uwe Anspach/dpa
Der afghanische Nationalspieler Hassan Amin (r) beim Training des SV Waldhof Mannheim im Jahr 2018. Foto: Uwe Anspach/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Afghanistans Fussball-Nationalmannschaft steht vor dem Aus.
  • Nationalspieler Hassan Amin rechnet mir dem Ende.

«Es kann passieren, dass wir nicht mehr spielen werden», sagte Amin dem «Mannheimer Morgen». Der gebürtige Darmstädter, der bis zum Ende der vergangenen Saison für den Drittligisten SV Meppen auflief, steht nach eigenen Angaben in regelmässigem Kontakt mit Nationaltrainer Anoush Dastgir.

«Die Frage ist, ob die Taliban das Fussballspiel akzeptieren werden», erklärte Amin. «Wenn ja, akzeptiert uns die FIFA weiterhin? Wenn ja, unter welcher Flagge laufen wir auf? Wir haben immer gesagt, dass wir für die Menschen in Afghanistan spielen und für keine politische oder religiöse Gruppierung.»

Die Mannschaft stecke nach dem Umsturz in Kabul in einem Dilemma, meinte der Verteidiger, der von 2016 bis 2018 beim SV Waldhof Mannheim unter Vertrag stand. «Wenn wir spielen, heisst es: Ihr spielt unter der Flagge der Taliban. Wenn wir nicht spielen, heisst es: Jetzt lasst ihr auch noch die Menschen im Stich», sagte der 29-Jährige. «Da muss man sich zusammensetzen und beraten, um dann einen Entschluss zu fassen.»

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