Aufgrund einer richterlichen Anordnung aus Spanien muss die UEFA ihr Vorgehen gegen die abtrünnigen Super-League-Gründerclubs vorerst einstellen.
UEFA Aleksander Ceferin
Aleksander Ceferin, Präsident der UEFA. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die UEFA muss ihr Vorgehen gegen die abtrünnigen Super-League-Clubs einstellen.
  • Der europäische Verband beugt sich einem Ultimatum durch einen spanischen Richter.
  • Juventus Turin, Real Madrid und der FC Barcelona bleiben damit straffrei.

Die UEFA hat auf eine richterliche Androhung aus Spanien reagiert. Der europäische Verband stellt seine Verfahren gegen Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin ein. Damit bleiben die drei abtrünnigen Super-League-Clubs vorerst straffrei.

Würden Sie die Gründung einer «Super League» begrüssen?

Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, soll das Gericht in Madrid am heutigen Dienstag über diesen Schritt informiert werden. Einer «genauen Prüfung» zufolge sei «die Fortsetzung einer juristischen Auseinandersetzung nicht im eigenen Interesse», heisst es.

«Kein Sieg für die Abspaltungspläne»

Die Berufungskammer der UEFA entschied daher, dass die Verfahren nicht weiter verfolgt würden. Im Raum stand ein Champions-League-Ausschluss der drei Top-Vereine, die weiter an den Plänen für eine «Super League» festhalten.

Real Madrid UEFA
Real Madrid ist einer der drei Clubs, die sich von der UEFA abspalten wollen. - keystone

Dennoch bleibe man bei der klaren Haltung gegen die Gründung einer Superliga und der Missbilligung des Verhaltens der beteiligten Vereine. Man werde weiterhin alles Notwendige tun, um die Super League und jede Form einer abtrünnigen Liga zu stoppen.

Ebenso behalte man sich neue juristische Schritte vor. Die europäischen Fans, die sich gegen die Superliga-Pläne gewehrt haben, dürfen die Entscheidung nicht als Sieg für die Abspaltungspläne sehen.

Spanischer Richter drohte UEFA mit Klage

Der spanische Richter Manuel Ruiz de Lara hatte der UEFA in der Vorwoche ein Ultimatum gestellt. Er forderte, dass der europäische Verband seine Sanktionsdrohungen gegen die Gründungsmitglieder der umstrittenen Superliga zurücknehmen müsse.

Zwölf europäische Topclubs hatten im April mit der Veröffentlichung ihrer Super-League-Pläne Fussball-Europa geschockt. Die Superliga wäre in direkte Konkurrenz zur Champions League der UEFA getreten. Fans demonstrierten gegen die Pläne.

Leeds United Super League
Nicht nur Fans, auch Vereine (hier Leeds United )demonstrierten etwa mit Aufwärm-T-Shirts gegen «The Super League». - dpa

Seit dem schnellen Rückzug der englischen Clubs ist die Superliga vorerst vom Tisch. Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin halten aber weiter an den Plänen fest. Ihnen hatte die UEFA deshalb zunächst Sanktionen angedroht.

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