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    Uefa dankt – und sagt Fifa-Boss Gianni Infantino den Kampf an

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Zürich,

    Die Uefa zeigt sich erfreut darüber, dass das WM-Projekt von Gianni Infantino zurückgezogen wurde. Doch die Kritik am Fifa-Boss endet damit nicht.

    Gianni Infantino
    Gianni Infantino erhält viel Gegenwind. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach der abgeblasenen Idee von Gianni Infantino freut sich die Uefa.
    • Die Uefa will verhindern, dass es erneut zu einer vergleichbaren Situation kommt.

    Gianni Infantino zieht sein Projekt zurück! Die Idee, die WM an Investoren zu verkaufen, sorgt für heftigen Widerstand – auch bei den Kontinental-Verbänden. Als erster Verband hatte sich die Uefa dagegen gewehrt. Und das mit Erfolg.

    Fifa
    Uefa-Boss Aleksander Ceferin. - keystone

    «Dies ist ein Sieg für den gesamten Fussball», schreibt die Uefa jetzt. «Die Uefa dankt allen Fans, Ligen, Vereinen, Spielern, Einzelpersonen, Verbänden und Konföderationen, die sich gegen dieses Vorhaben ausgesprochen haben, sowie den vielen Ministerpräsidenten, Staatschefs und Kommentatoren, die dem Fifa-Präsidenten deutlich gemacht haben, dass Fussball nicht zum Verkauf steht.»

    Gianni Infantino
    Gianni Infantino gibt sich geschlagen. - keystone

    Doch die Uefa blickt auch voraus – und will künftige Alleingänge des Fifa-Bosses verhindern. «Wir können nicht so weitermachen wie bisher – mit geheimen Plänen, die im Eiltempo von anonymen Personen ausgeheckt werden und deren Nutzen für den Sport zweifelhaft ist. Wir müssen die Verantwortlichen identifizieren und zur Rechenschaft ziehen», so die Uefa weiter.

    Für den europäischen Verband ist klar: «Die derzeitige Fifa-Führung hat nicht nur das Vertrauen der Uefa, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fussballfamilie verloren.»

    «Gianni Infantino hat Versprechen nicht eingehalten»

    Weiter kritisiert die Uefa, dass Gianni Infantino seine Versprechen nicht eingehalten habe. Bei seinem Amtsantritt habe er angekündigt, immer transparent zu sein. Und dass das Geld der Fifa der Entwicklung dem Fussball dienen müsse.

    Gianni Infantino
    Fifa-Präsident Gianni Infantino. - keystone

    Die Uefa schreibt deutlich: «Beide Versprechen hat er nicht eingehalten. Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte, undurchsichtige Deal, den er ausgeheckt und durchzusetzen versucht hat, war alles andere als transparent. Und bei Reserven von über fünf Milliarden US-Dollar hat er es zudem versäumt, das Geld der Verbände zum Wohle des Sports einzusetzen.»

    Soll Fifa-Präsident Gianni Infantino abgesetzt werden?

    «Wir müssen damit beginnen, einen Teil des Geldes, das ungenutzt auf dem Bankkonto der Fifa schlummert, einzusetzen», so die Uefa. Damit wolle man den Anstoss geben, den der Breitensport und der Fussball insgesamt in jedem der 211 Fifa-Mitgliedsländer benötige.

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    Kommentare

    User #6187 (nicht angemeldet)

    Wofür so ein Theater? Es ist doch bloss Tschutten vor Publikum, das zusieht, wie andere tschutten.

    User #2962 (nicht angemeldet)

    Wenn er bleibt, so hat der Schaden für den Fußball eine grosse negative Auswirkung.......

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