Der frühere Schiedsrichter Manuel Gräfe erhält im Rechtsstreit mit dem DFB eine Entschädigung von knapp 50'000 Euro.
Schiedsrichter Manuel Gräfe
Schiedsrichter Manuel Gräfe (l.) pfeift in seinem letzten Spiel, während Dortmunds Marco Reus applaudiert gestikuliert. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Manuel Gräfe stritt mit dem DFB wegen einer Altersdiskriminierung vor Gericht.
  • Nun erhält der ehemalige Spitzenschiedsrichter eine Entschädigung von 48'500 Franken.
  • Der 49-Jährige musste seine Bundesliga-Karriere letztes Jahr beenden.

Der frühere Spitzenschiedsrichter Manuel Gräfe erhält im Rechtsstreit mit dem Deutschen Fussball-Bund eine Entschädigung in Höhe von 48'500 Euro. Grund dafür ist eine Altersdiskriminierung.

Allerdings hat der 49-jährige Berliner einen Anspruch darauf, wieder auf die Liste der Bundesliga-Referees zu kommen. Dieser Feststellungsantrag sei zu Unrecht gestellt worden. Das Urteil verkündete Wilhelm Wolf als Präsident des Landgerichts Frankfurt am Main.

Sollte der DFB eine Altersgrenze für Schiedsrichter festlegen?

Im Kern ging es bei dem Prozess um die vom DFB praktizierte Altersbegrenzung von 47 Jahren für Unparteiische der 1. und 2. Bundesliga. Gräfe hatte im vergangenen Jahr seine Bundesliga-Karriere nach 289 Einsätzen wegen der Altersbeschränkung beenden müssen.

Keine Altersgrenze für Schiedsrichter

Er hatte den Verband, den er in den vergangenen Monaten mehrfach kritisierte, auf Schadenersatz in Höhe von 190'000 Euro verklagt. Das Ziel der Klage sei jedoch, dass «ich verifiziert haben möchte, dass das Alter der Weg war, um mich loszuwerden». Dies hatte Gräfe während der Verhandlung am 16. November betont.

DFB-Zentrale
Der Deutsche Fussball-Bund hat erneut mit der Staatsanwaltschaft zu tun. - dpa

Der DFB bestreitet dies. Nach Ansicht des Gerichts habe der Unparteiische keinen Leistungsnachweis bringen könne, weshalb er noch auf die Schiedsrichterliste gehöre.

Einen Tag vor dem Gerichtsurteil hat der Ex-WM-Schiedsrichter Felix Brych (48) angekündigt, er wolle noch länger in der Bundesliga pfeifen. Die Altersgrenze ist nicht in den DFB-Statuten festgeschrieben, aber gängige Praxis seit vielen Jahren. DFB-Schiedsrichterchef Fröhlich brachte kürzlich eine Aufweichung ins Gespräch. Die 47 Jahre sollen nur noch ein Orientierungspunkt sein.

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